Celtic Cable Shawls: Carradal

Schon länger habe ich das Buch „Celtic Cable Shawls“ von Lucy Hague. Es enthält anspruchsvolle Tücher und wunderschöne Fotos.

Als ich zum Geburtstag von meiner Freundin wunderschöne Wolle erhielt, fiel mir das Buch wieder ein. Die Wolle war ideal für das Tuch Carradal, das erste Projekt in dem Buch. Die Anleitungen sind nämlich von einfach nach anspruchsvoller angeordnet, und ich fand es daher gut, ganz vorne zu starten.

Die Methodik ist erst ein wenig gewöhnungsbedürftig. Die Anleitungen sind sowohl ausgeschrieben als auch mit Charts bestückt, aber ich fand dieses Mal die wörtliche Anleitung für mich leichter umzusetzen.

Und hier ist nun das fertige Werk:

Ein wunderschönes Tuch.

Zuerst war ich mir bei den Farben unsicher. Ich stricke nicht oft grün, weil es keine bevorzugte Farbe ist. Aber mit dem lila wirkte das grün ganz anders, eher grau.

Farbfolge im oberen Teil.

Der obere Teil war prima, ging leicht von der Hand, sogar nebenher. Dann kam aber die Krönung des Tuchs, der breite Rand mit dem Zopfmuster. Das war dann schon anspruchsvoller, zumal in jeder Reihe die Maschenanzahl wechselte.

Keltisches Muster

Aber der Aufwand und das Zählen haben sich gelohnt. Ich bin sehr zufrieden mit dem Tuch.

Ich bin nun im Celtic Cable Shawl Fieber und will nacheinander alle Tücher aus dem Buch nachstricken. Da habe ich mir wirklich was vorgenommen.

Details:

  • Wolle: Asia von Lang Yarns
  • Material: 70 % Seide, 30 % Yak
  • Lauflänge: 145 m/50 g
  • Farben: 912.0065 (lila), 912.0098 (grün)
  • Nadeln: 3,5 mm
  • Muster: Carradal von Lucy Hague
  • Wäsche: 30°C Feinwaschmittel

Färbesommer 2020 – KoolAid

In diesem Sommer habe ich viel gefärbt. Über die schönen Pflanzenfärbungen habe ich ja schon berichtet.

Ganz viel habe ich aber mit KoolAid gefärbt. Davon hatte ich einen großen Vorrat, weil mir netterweise Freunde und Familie das Getränkepulver von ihren USA-Reisen mitgebracht haben. Auch wenn es mit Nachschub nun mau aussieht, wollte ich es auch nicht länger ungenutzt rumliegen lassen. Ist ja schade drum.

Ich habe Spinnfasern gefärbt, weil mich hier interessiert hat, wie die unterschiedlichen Fasern die Farben aufnehmen. Das war sehr spannend. Außerdem habe ich beim Spinnen viel zu lernen, und mit bunten Fasern ist es etwas abwechslungsreicher.

Ich wollte das Färben unbedingt draußen erledigen, weil KoolAid sehr süß und sehr künstlich riecht. Und so habe ich einfach Wasser in meinem Färbetopf erhitzt, ein Päckchen Getränkepulver in das Wasser gestreut, sich verteilen lassen und schließlich die angefeuchteten Spinnfasern in den Topf gegeben. Ganz oder teilweise, wie es gerade kam. Unterschiedliche Farben habe ich nacheinander gefärbt.

KoolAid kann man auch wunderbar mischen. So entstehen neue Farbtöne, immer wieder anders, mal kräftig, mal soft.

Anschließend muss der Strang nur noch ausgespült werden und kann dann trocknen.

So war ich ganz gut beschäftigt. Nun sind meine Kammzüge alle aufgebraucht, und der Sommer ist auch fast zu Ende.

Pastellfarben.
Raspberry Blue Lemonade
Eine Art Verlaufsfärbung.
Bunte Mischung
Das Lyocell hat die Farbe nicht angenommen, aber so ist der Kammzug meliert.
Diese Farben!
Ein Ausreißer: Ashford Säure-Farben.

Ich bin sehr zufrieden mit meinen Färbungen und freue mich schon aufs Spinnen und Verzwirnen.

Sportbeutel

Ganz spontan waren bei uns Sportbeutel gefragt. Also habe ich mich auf die Suche nach einer einfachen Nähanleitung gemacht. Bei der Initiative Handarbeit bin ich fündig geworden. Der erste Beutel war zwar nicht innerhalb der versprochenen Stunde fertig, aber der Aufwand war auch nicht groß.

Die Stoffe wurden vom Sportbeutelträger höchstpersönlich ausgesucht. Sehr schön und frisch, wie ich finde.

Sportbeutel in grün.
An der Seite wird Gurtband eingenäht, zur Befestigung der Kordel.
Und innen ein weißes Futter.
So ist zu.

Weil der erste Beutel so schön geworden ist, sollte Nachschub her. Dieses Mal haben wir meine Stoffkiste durchwühlt und diese beiden sehr schönen Stoffe gefunden.

Aufmunternde Kaffeebohnen mit rotem Futter.
Kaffeebohnen.

Dann habe ich auch mal an mich selbst gedacht. Natürlich kann in den Beutel die Yogahose rein, aber zur Not auch das Strickzeug. Und da ich gerade auf dem Maritim-Trip bin, habe ich entsprechende Stoffe verwendet.

Mit Krabben und neuem Label.
Innen Netze.
Neues Label.
Da passt doch was rein.

Mit jedem Beutel geht das Nähen schneller. Mal sehen, wie viele ich davon noch mache.

Frühlings-Stickbild

Im Frühling habe ich mir eine Stickpackung von Cotton&Twine gegönnt. Auslöser war, dass Schafe darin vorkamen. Außerdem ist Kreuzstich sehr beruhigend für die Nerven und angesichts der Corona-Situation konnte das nur gut sein.

In den nächsten Wochen stickte ich dann so vor mich hin.

Erst entstand ein Taubenpaar.

Dann kamen endlich die Schafe ran.

Und ganz viele Glockenblumen später war ich dann auch schon durch.

Als Extra habe ich mir noch eine professionelle Rahmung von „Im Bilde“ gegönnt. Das macht das ganze richtig künstlerisch. Ich bin sehr zufrieden mit meinen Frühlingsschafen.

Ein Gnome im Sommer

Es gab im August wieder einen Gnome KAL von Sarah Schiera. Und natürlich habe ich mitgemacht.

Die Wolle habe ich zuvor beim Mondschaf ausgesucht. Es gab wieder so viele schöne Farbkombinationen, aber dieses Mal habe ich mich für Blau entschieden.

Sofort beim ersten Hinweis kam die Überraschung, dass der Gnome mit doppeltem Faden gestrickt wird. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, aber das macht ihn bzw. sie besonders stabil.

Und so entstand Gnicki. Ich bin sehr zufrieden. Nur die Nase würde ich nächstes Mal weiß machen.

Los geht es mit doppeltem Garn.
Eine Mütze – nicht weiter erstaunlich.
Aber mit besonderem Abschluss – eine Spirale oder auch Koru in Neuseeland!
Unterhalb der Mütze geht es schnell weiter.
Da steht sie schon.
Kein Football, sondern eine Nase.
Arme, zwei Stück.
Und fertig ist die Gnicki.

Details:

  • Wolle: Pegasus Minis vom Mondschaf
  • Material: 75 % Schurwolle, 25 % Polyamid
  • Lauflänge: 84 m/20 g
  • Farben: Tardis (dunkelblau), Totoro (Blau-bunt), Lapislazuli (Türkis) und Butterfly Effect (weiß-bunt)
  • Nadeln: 3,25 mm
  • Muster: Nice to Gnome You von Sarah Schira
  • Wäsche: Handwäsche, wenn unbedingt notwendig.