Brauerei und Bücher

Heute stand als erstes ein Strick-Workshop auf dem Programm, über den ich aber gesondert berichten werde.

Danach sind wir in die Guinness Brewery gefahren. Dort wurde vor ein paar Jahren ein riesiges Besucherzentrum gebaut, das der absolute Touristenmagnet ist. Es ist ganz nett gemacht und startet mit der Erläuterung des Prozesses des Bierbrauens, aber als Deutsche und Schottland-Fahrerin war das nicht neu für mich. Der Anfang ist ja bei der Whisky-Brennerei ähnlich.

Es gab eine Ausstellung zu den Werbekampagnen, auf denen in der Vergangenheit bei Guinness oft Tiere dargestellt wurden. Das lag wohl daran, dass der Verantwortliche Zoodirektor war. Und überhaupt wurde früher der Spruch „Guiness is good for you“ sehr gelebt, für Schwangere (!), Kinder, Kranke und selbst kranke Tiere.

Ganz oben im Besucherzentrum gibt es die Gravity Bar, von der aus man einen super Blick auf Dublin und die Wicklow Mountains hat. Dort war es gestern aber so laut, dass man Schallschutz gebraucht hätte. Ich bin statt dessen lieber um den Block gelaufen. Heute sind wohl 6.000 Besucher durch das Zentrum geschleust worden, und das ist vergleichsweise nicht viel, weil hier schon Nachsaison ist.

Dublin ist sehr nett. Es ist alles locker, offen, wobei nicht unbedingt im sozialen Bereich alles in Ordnung ist. Auch hier sieht man Obdachlose auf den Straßen. höher. Die Leute sind sehr nett und nicht so gehetzt, aber nicht so herzlich wie in Shetland, weil es eben doch in der Stadt anders ist. Dublin wird durch den Fluss Livey bestimmt, hat aber nicht so ein Wasserfeeling wie Amsterdam und der Hafen ist nicht spürbar.

Mit der Brauerei-Tour war unser offizielles Programm für heute beendet. Ich war anschließend noch in der Chester Beatty Library, auch wieder kostenlos. Dort gibt es eine große Sammlung von religiösen Schriften und eine Ausstellung über Religionen. Das war sehr interessant. Und einen schönen friedlichen Dachgarten haben sie auch.

Nun sitze ich gemütlich in meinem Hotelzimmer. Ich muss noch umpacken, weil wir morgen auf die Aran Islands fahren. Dort kann der Bus nicht mit, und wir müssen alles erforderliche im Handgepäck haben. Mal sehen, wie das wird, bestimmt ein Gegensatz zur Stadt mit dem schrecklichen Verkehr.