Archiv für das Jahr: 2022

Spinnfaser-Adventskalender von Regenbogenwolle

Mit Spinnfaser-Adventskalendern muss man sich weit im voraus beschäftigen, so begehrt sind sie. Im Dezember 2020 hatte ich einen Kalender vom Wollschaf mit Naturfarben, der mir viel Spaß gemacht hatte. In 2021 wollte ich ein Upgrade machen und war ganz scharf auf den Kalender von Regenbogenwolle. Leider weiß man nie so genau, wann der Kalender in den Shop kommt und so habe ich oft vergeblich nachgeschaut. Und dann hätte ich es beinahe verpasst, weil ich im Urlaub war und meine Nachschau-Routine ganz vergessen hatte.

Es hat aber noch geklappt und zum Glück! Der Kalender war sehr liebevoll in Tüten verpackt. Es gab sogar noch zusätzliche Geschenke als kleine Überraschung. Besonders nett war, dass das Paket in Absprache erst losgeschickt wurde, als ich aus dem Urlaub zurück war.

Der Dezember kam, und ich habe das erste Tütchen geöffnet. Aber dann war schnell klar, dass der Dezember mal wieder alle Energie und Zeit für andere Dinge in Anspruch nimmt. Ich habe gleich aufgegeben und den Kalender für den Januar gelassen. So habe ich dann erst angefangen, die Fasern zu verspinnen und bin Ende März fertig geworden.

Der Kalender stand unter dem Motto „Castles and Dreams“ und ist sehr gelungen. Die Tagesportionen ergaben einen Farbverlauf. Da ich noch nicht so erfahren bin beim Spinnen, habe ich eine Weile überlegt, wie ich das am besten bewerkstellige. Ich habe mich dann dafür entschieden, die Tagesportionen zu teilen, jeweils vier halbe Portionen hintereinander zu verspinnen und dann miteinander zu verzwirnen. So habe ich ein Verlaufsgarn erstellt, das mir sehr gut gefällt.

Tage 1 bis 4
Tage 5 bis 8
Tage 9 bis 12
Tage 13 bis 16
Tage 17 bis 20
Tage 21 bis 24

Nach dem Zwirnen kam das Garn ins Entspannungsbad.

Die nächste spannende Frage ist nun: Was wird daraus?

Zusammensetzung: 50 % Merino, 25 % Tussahseide, 15 % Bio-Nylon.

Topflappen

Eine liebe Freundin hatte im März Geburtstag. Ich habe im Stash Baumwollgarn entdeckt und daraus zweifädig Topflappen gestrickt. Hierzu habe ich ein uraltes Brigitte Stricken Buch herausgekramt, das ich schon als Kind hatte. Es ist herrlich altmodisch, aber irgendwie immer noch aktuell.

Das Stricken hat super Spaß gemacht, und meine Freundin hat sich sehr gefreut.

Home, sweet Home

Unser Flughafenhotel brüstet sich auf der Website mit schalldichten Zimmern. Guter Witz. Ich hatte nach dem Fenster schließen mehrfach Zweifel, ob ich das richtig gemacht habe. Laut waren nicht etwa die Flugzeuge, sondern einfach der Verkehr, zumal unser Zimmer zur Kurve der Zufahrtsstraße zu Terminal 2 hinaus ging. Aber auch diese Nacht ging vorüber und zwar ziemlich fix. Um 4 Uhr mussten wir schon aufstehen, um unseren Flug um 7 Uhr zu erreichen.

An der Sicherheitsüberprüfung gab es eine längere Schlange, aber alles ging ohne weitere Vorkommnisse vorüber. Das trifft auch auf den Flug zu. Leider war es erheblich voller als auf dem Hinflug, eigentlich so gut wie ausgebucht.

Schnell bekamen wir unsere Koffer, und dann ging es mit dem am Flughafen geparkten Auto ganz fix nach Hause.

Was für ein schöner Urlaub!

Krönender Schluss: Dublin

Heute Nacht war es mal etwas ruhiger, es war aber auch die Nacht zu Montag, also nicht mehr mit ganz so vielen Gästen. Nach dem Packen genossen wir noch einmal das gute Frühstück mit dem besonders freundlichen Koch am warmen Buffet.

Ohne weitere Schwierigkeiten und Verkehrshindernisse fuhren wir nach Dublin zum Flughafen. Kurz vor der Rückgabestation tankten wir das Auto auf. Die Preise waren astronomisch, aber im Vergleich zu Deutschland wohl durchaus passabel. Etwas irritierend war, dass man an der Zapfsäule zahlen musste, aber das hat auch gekappt.

Von der Mietwagenstation hat uns ein freundlicher Mitarbeiter zum Flughafenhotel gefahren. Dort haben wir unsere Koffer zur Aufbewahrung gegeben und liefen zum Terminal. Wir entschieden uns für den Dublin Express Bus. Nach der Werbung ist es die schnellste Verbindung nach Dublin City. Der Bus fährt durch den Tunnel und ist wirklich schnell im Zentrum. Allerdings fährt er dort einmal im Kreis an der Liffey entlang. Das bedeutet, dass die Fahrt zum Flughafen zurück recht lange dauert und man, wenn man sich auf der „falschen“ Seite des Flusses für den Bus anstellt, gegebenenfalls kein Platz mehr ist. Da der Bus derzeit nur alle halbe Stunden und ab dem späten Nachmittag alle Stunde fährt, ist das natürlich nicht ideal. Da hilft nur eine vertiefte Planung oder möglicherweise ist einer der anderen Busse doch die bessere Lösung. Für uns reichte es jedenfalls, zumal wir nur Rucksäcke dabei hatten.

Wir stiegen am Ashton Quay aus und besuchten als erstes Oscar Wilde am Merrion Square. Ich finde die Statue einfach super, kreativ und treffend. Gerade fand dort eine Führung statt, so dass wir noch ein wenig Trivia mitnehmen konnten.

Oscar.

Als nächstes gingen wir in die (kostenlose) National Gallery. Da der Cloakroom derzeit geschlossen ist, mussten wir alles mit in die Ausstellung nehmen, immerhin durften wir die Rucksäcke aufbehalten. Die Gallery hat Unmengen von sehr beeindruckenden, tollen Bildern. Nach gut einer Stunde war unsere Aufmerksamkeit aber erschöpft.

Ursprünglich wollten wir im Cafe der Gallery Lunch essen. Da dieses aber sehr nüchtern wirkte und wir auf dem Weg etwas ansprechendes gesehen hatten, haben wir uns umentschieden. Wir gingen nach nebenan zu „Hänsel & Gretel“. Leider konnte man dort nicht sitzen (vielleicht im Sommer draußen davor?). Kurzerhand kauften wir ein Brie-Cranberry-Birne-Baguette und einen Haselnuß-Nougat-Keks und machten ein Picknick am Merrion Square. In der Sonne war es schön, nur leider zogen ab und an Wolken durch.

Ein Besuch im Butlers Chocolate Cafe scheiterte ebenfalls an nicht vorhandenen Sitz- und schon besetzten Stehplätzen. Statt dessen gingen wir die Grafton Street auf und ab. Leider war heute keine Live Musik.

Schließlich gingen wir auf den Campus vom Trinity College und holten uns dort einen Pfefferminztee. Es war gerade Mittagspause und wir kamen uns in einem Meer von Studenten sehr alt vor.

Dann war es endlich Zeit für das Book of Kells. Der Eintritt ist momentan eingeschränkt und nur mit Zeitfenster möglich. Zudem muss man sich den Audio Guide aufs Handy laden und mit den eigenen Kopfhörern hören. Das ist natürlich überhaupt kein Problem. Im Gegenzug war es in der Ausstellung geradezu leer. Im Schatzraum beim Book of Kells waren wir die ganze Zeit über direkt an der Scheibe und zeitweise minutenlang sogar ganz alleine im Raum. Die Intensität der Farben und die Gleichmäßigkeit der Schriftzeichen hat mich wieder sehr beeindruckt.

The Long Room.

Auch im Long Room war es erheblich leerer als im September 2019. Wir haben die tolle Bibliothek und die Stimmung dort sehr genossen.

Hoch hinaus auf der Wendeltreppe.
Bücher über Bücher.
Bücher und Büsten.
Alle fotografieren den Long Room.

Schließlich erstanden wir unser Abendessen in der Mark’s and Spencer Food Hall. Mit dem Bus ging es zurück zum Flughafen und zu Fuß das kleine Stück bis zum Hotel. Dort gab es erstmal was zu essen. Dann gingen wir noch in den Kealy’s Pub, der erstaunlich nett und voll war.

Im Hotel schrieben wir noch die restlichen Postkarten und legten die stadtmüden Füße hoch.