Archiv für das Jahr: 2019

Bunter essen

Im Februar hatten zwei Kolleginnen Geburtstag. Ich habe es leider nicht geschafft, die Geschenke für die beiden selbst zu machen (ja, das kommt leider vor), aber ihnen wenigstens eine Anregung zum Selbermachen geschenkt.

Wie ich mögen die beiden unsere Kantine nicht und bringen sich jeden Tag etwas zum Lunch zur Arbeit mit. Um ein wenig Abwechslung zu bekommen, bin ich auf den Trend „Lunch im Glas“ gestoßen. Dazu gibt es unzählige Bücher und Anleitungen im Netz. Damit das noch mehr Spaß macht, habe ich bunte Gläser und passendes Besteck gesucht und gefunden.

Lila und blau.

Das Ergebnis für den Lunch kann dann in etwa so aussehen:

Das Prinzip ist ganz einfach: Das Dressing kommt nach unten, dann werden die schweren Sachen eingeschichtet und schließlich die leichten. Das sieht doch wirklich sehr appetitlich aus.

Die Gläser habe ich dann natürlich farblich passend in Geschenktüten aus alten Kalenderblättern eingepackt.

Das blaue Glas kommt…
… in die Ostsee-Tüte.
Und das lila Glas in die Sonnenuntergangs-Tüte.

Außerdem ist bunt essen bestimmt total gesund. 🙂

Verwirrung um die Verwollung

Ich habe ein Knäuel Wolle im Garten liegen. Immer. Das ganze Jahr lang. Die Wolle habe ich eigentlich mal als Deckenwolle bestellt, und sie hatten einen Namen wie „frisches Grün“ oder so ähnlich. Als ich sie auspackte, war sie neongrün und wirklich nicht für eine harmonische Decke einsetzbar. Also wanderte sie in den Garten, und ich benutze sie, um Zweige festzubinden, Stauden zu sichern oder Markierungen zu machen.

Als ich am letzten Donnerstag nach Hause kam, nahm ich aus dem Augenwinkel eine ungewohnte Farbe wahr. Beim näheren Hinsehen an Nachbars Baum. Irgendjemand oder wohl eher irgendetwas hat sich die Wolle unter den Nagel gerissen, ist damit zu Nachbars Baum marschiert und dachte sich, dass dieser unbedingt verschönert werden könne. Oder vielleicht sollte auch ein Nest ausgepolstert werden. Jedenfalls war die Wolle sehr kunstvoll um den Baum gewickelt. Den unteren Teil konnte ich ja noch wieder einsammeln, aber oben kam ich schon gar nicht mehr heran.

Seitdem zieht die Wolle immer weiter nach oben. Bisher konnte ich den kleinen Racker auch noch nicht ausfindig machen. Es ist mir ganz schön peinlich, vor allem der Farbton…

Neongrüne Wolle im Baum.
Kunstvoll gewickelt.
Komplex und kompliziert.

Der Baum hat eine so raue Borke, dass sich die Wolle dort wunderbar verhakelt. Mal sehen, ob ich den Verantwortlichen dafür noch entdecke. Eine ganz neue Form des Yarn-Bombing…

Vergiss mein nicht

Schon vor einiger Zeit habe ich mal wieder bei der Fotoaktion von Baa Baa Brighouse mitgemacht. Das Foto zeigte wunderschöne Vergiss-mein-nicht, und da ich diese Blumen sehr liebe, musste ich die Wolle einfach bestellen. Das läuft ja immer so, dass man nur das Foto sieht und nicht weiß, wie der Strang am Ende genau gefärbt sein wird. Als das Päckchen dann kam, war ich sehr zufrieden.

Aus der Wolle wollte ich zuerst einen Lace-Schal aus dem Buch „Victorian Lace Today“ stricken, aber das hat mir dann doch nicht gefallen. Also habe ich bei Ravelry nach etwas anderem gesucht und bin schließlich auf die Anleitung für den Checkerboard Lace Scarf gestoßen.

Der Schal ist wunderschön geworden. Aber einfach war das nicht. Ich musste mich sehr konzentrieren und ganz oft eine Reihe wieder zurück stricken, weil die Maschenanzahl nicht stimmte. Aber das Ergebnis ist es wert, finde ich.

Ich finde die Farben wunderschön und sie treffen tatsächlich das wunderbare Blau von Vergiss-mein-nicht sehr gut.

Details:

  • Wolle: Cuddlebums (Hand dyed Yarn from the Heart of the Pennines)
  • Material: Merino Superwash 3 ply
  • Muster: Checkerboard Lace
  • Farbe: Memories
  • Nadeln: 4 mm
  • Wäsche: Handwäsche

Reisetuch Leipzig

Nun stecken die nächsten Frühlingsboten ihre schönen Blütenköpfe aus der Erde.

Gelb in der Morgensonne.

Das Wetter an diesem Wochenende war mild, und so konnte ich im Garten viel neues entdecken.

Gelb und lila.
Eine Primelblüte entrollt sich.

Mein Januar-Reisetuch ist schon eine Weile fertig, musste aber noch gespannt werden und trocknen. Ich habe das Tuch auf einem Kurztrip nach Leipzig gestrickt und dann natürlich in der U-Bahn.

Reisetuch Leipzig.

Die Wolle ist naturbelassene Schafswolle, die sogar bio-zertifiziert ist. Sie ist vielleicht nicht ganz so weich, aber das kann sich mit zunehmendem Tragen noch ändern.

Reine Schurwolle.
Das Muster kommt gut zur Geltung.

Details:

  • Wolle: Manx Loghtan/Shetland Cappuccino Laceweight (Washed) von Garthenor
  • Material: 100 % Schurwolle (670 m/100 g)
  • Muster: Cherry Leave
  • Farbe: Cappuccino
  • Nadeln: 4 mm
  • Wäsche: Handwäsche

Ruhe und Sticken

In der letzten Woche hat mich eine Erkältung erwischt. Zum Glück hauptsächlich nur Schnupfen und ein wenig erhöhte Temperatur. Aber ich war einfach so was von fertig… Jede Treppe war zu viel.

Spinnen fiel völlig aus, Stricken war so lala, solange das Muster einfach blieb. Und auf einmal fiel mir ein, dass ja noch ein Teil des Craftpod da war. Der bestand aus einem kleinen Stickprojekt.

Schon im letzten Sommer gab es ein Stickprojekt, das ich sehr genossen habe: The English Rose.

The English Rose

Dieses Mal gab es winterlich-weihnachtlich einen Mistelzweig und zwar auf schwarzem Stoff. Ich sticke sonst nur Kreuzstich, aber nun hatte ich ja genug Ruhe. So habe ich mich in meinen Sessel gekuschelt und ganz langsam und vorsichtig diesen schönen Mistelzweig gestickt.

Fast so gut wie das Original.

Sticken ist ja irgendwie sehr meditativ und absolut beruhigend.

Mistelzweig.

Und so habe ich diese kleine Auszeit sehr genossen. Sicherlich hat es wesentlich zur Genesung beigetragen.

Das Resultat kann sich sehen lassen.