Archiv für das Jahr: 2019

Alle Vögel sind schon da

… alle Vögel, alle.

Wer hätte das gedacht, dass man Vögel auch wunderbar stricken kann? Im letzten Jahr habe ich das Buch „A Bird In The Hand“ von Sue Stratford gekauft.

Das Stricken der Vögel macht leicht süchtig. Daher kam nicht nur ein Vogel hereingeflattert, sondern viele. Als erstes kam eine Amsel.

Die liess sich auch gleich häuslich nieder.

Dann folgte ein Rotkehlchen.

Dem es offenbar bei mir auch gefällt.

Dann tauchte ein Igel auf. Fragt mich nicht, was der mit den Vögeln zu tun hat. Allerdings ist es wirklich so, dass sich im Garten nach und nach mehr Natur einstellt, wenn man sich drum bemüht.

Dann ging aber der Flugverkehr weiter. Eine Blaumeise ließ sich im Kirschbaum nieder.

Und noch mehr Amseln. Die Amseln wollten gern ein Dauer-Quartier, was natürlich kein Problem war.

Blumen machen einfach das zu Hause schöner.

Das Vögel stricken hat mir großen Spaß gemacht. Ich habe dafür Rest von Merinowolle verwendet. nur das Anbringen der Sicherheitsaugen ist sehr schwierig, weil die Augen so klein sind und ständig wegrutschen. Aber mit viel Hilfe habe ich auch das geschafft, wie man sieht. Was für eine schöne, muntere Vogelschar!

Immer-Wieder-Tuch

Ich liebe ja dieses Muster, weil es so einfach zu merken ist. Ich kann dabei wunderbar Hörbuch hören und überhaupt in der U-Bahn entspannt vor mich hinstricken.

Das Immer-Wieder-Tuch.

Um dennoch mal eine kleine Abwechslung zu haben, habe ich dieses Mal zwei verschiedene Farbstellungen genutzt.

Ich hatte noch die bunte Wolle von der „If I want exposure“ Aktion, die ich mit einem hellen Blau kombiniert habe, um etwas Ruhe in das ganze zu bringen.

Zwei-Farbige Version.

Das Blau greift einen blauen Farbton aus der bunten Wolle auf, auch wenn das nicht so heraus kommt.

Den Abschluss habe ich dann breit und bunt gemacht.

Bunter Rand zum Abschluss.

Ich bin zufrieden, es ist ein fröhliches Tuch geworden.

Details

  • Wolle: Baabaabrighouse, „If I want Exposure I’ll Get My Tits Out (Mulier Fortis) (Lauflänge: 400 m pro 100 g) und Lettisches Naturgarn (Lauflänge 270 Meter/100g)
  • Material: 75 % BFL, 25 % Masham British Wool (bunt); 70 % Schafswolle, 30 % Ziegenwolle (blau)
  • Muster: Immer wieder
  • Nadeln: 3,5 mm
  • Wäsche: 30 °C

Insel-Auszeit

Ich finde Inseln faszinierend. Zugegeben, so gut wie alles ist letztlich eine Insel. Aber es gibt halt Inseln, denen man das auf den ersten Blick ansieht. Das Meer ist nirgends weit weg, Was sowieso immer gut ist. Insgesamt sitzt man nämlich viel zu wenig am Meer. Inseln haben ihren eigenen Rhythmus, eine einzigartige Fauna und Flora und eben ihr ganz eigenes Lebensgefühl.

Immer wieder nehmen wir uns eine Auszeit auf Föhr. Das ist notwendig, und das ist schön. Denn auf Föhr vergeht Zeit anders, und das braucht man ab und an einfach.

So auch in diesem Frühjahr. Vor Ostern, vor Gästeansturm und vor der Saison. Schön ruhig.

Ganz interessant ist, dass auch ein Sandstrand nicht einfach nur da ist, sondern wie alles andere fit für die Saison gemacht wird.

Haufenweise Sand.
Beim Umschichten.
Das Ergebnis…
…kann sich sehen lassen.

Die Störche nisteten schon. Auf Föhr bleiben einige Störche auch den Winter über da und sind so zu Inselstörchen geworden. Daher kann man nicht sagen, dass sie schon zurück waren…

Bewegung im Nest.
Bereit.

Wir hatten schönes Wetter, wie man oben sieht, aber wir hatten auch Nebel.

Föhr im Nebel.

Vor allem haben wir eine wunderschöne Inselwanderung am Strang entlang gemacht.

Am Strand entlang.

Und hatten ein erstes Picknick des Jahres an dieser traumhaften Stelle.

Picknick-Strandkorb.

Es war eindeutig Vogelzugzeit. Die Gänse ließen sich von uns nicht stören, aber wir waren auch sehr vorsichtig.

Im Tiefflug.
Weiter Richtung Goting Kliff.

Die Fähren sind ja nie weit auf Föhr, so auch diese.

An meinem absoluten Lieblingsleuchtturm vorbei ging es dann wieder zurück zur Unterkunft.

Der Frühling war wirklich auch auf Föhr eingekehrt, was diese Obstbäume mit ihren großartigen Blüten zeigen.

Natürlich war auch Zeit für einen Besuch im Park an der Mühle. Dieser Park ist so schön, dass ich bei jedem Besuch auf Föhr vorbei schaue.

Viel zu schnell war es dann schon wieder soweit, Abschied von Föhr zu nehmen.

Noch schnell die letzte Post einwerfen. Nicht in der Flasche natürlich…

Good bye und bis bald!

Game of Socks (Teil 5)

Auch wenn Game of Thrones nun endgültig und für alle Zeiten als TV-Serie vorbei ist, geht mein Game of Socks noch ein wenig weiter.

Die Wolle zu Jon Snow vom Mondschaf lag schon eine Weile im Sockenwollekorb. Beim Bestellen hatte ich sie mir irgendwie anders vorgestellt, zumindest mit dunklen Einsprenkelungen. Für mich gibt es eigentlich nichts langweiligeres als weiße Wolle… Nun gut, aber das Game of Socks ohne Jon Snow ging nun auch wieder nicht.

Die Lösung war, wenigstens ein anspruchsvolles Muster zu verwenden. Und das habe ich dann auch umgesetzt.

Jon Snow

Das Muster heißt „Drachenschwingen“ und ist vom Zauberschaf entwickelt worden. Zu finden ist es auf Ravelry.

Vorderansicht

Von Vorne sieht man gut, wie sich die Zöpfe miteinander verweben.

Nahaufnahme.
Auch ein Sockenrücken…

Hinten findet sich auch ein kleines Zopfmuster, das bis zur Ferse geführt wird.

So habe ich die Wolle in ein sehr schönes Paar Socken verwandelt und dank des Musters war das auch nicht langweilig.

Details:

  • Wolle: Pegasus vom Mondschaf
  • Material: 75% Schurwolle superwash, 25 % Poyamid (420 Meter/100 g)
  • Farbe: Jon Snow
  • Größe: 38/39
  • Nadeln: 2,5 mm
  • Muster: Drachenschwingen – Zauberschaf (Ravelry)

Färbespaß

Wer sich noch erinnert: an Ostern war es ja schön warm. Nicht so heiß wie aktuell, so dass man nur noch im Schatten liegt und Eistee trinkt, sondern so richtig angenehm und energievoll. Das war das ideale Wetter, um die Ostereierfarben und die Rohwolle auszupacken. Und so hatte ich zu Ostern ganz viel Färbespaß.

Ostereierwolle

Als erstes habe ich Sockenwolle gefärbt. Dazu habe ich mir mit den einzelnen Farben der Ostereierfarbe jeweils eine Färbeflotte angelegt und mit einem Löffel auf die Wolle gegeben. Anschließend habe ich die Wolle in Frischhaltefolie eingepackt und die Farben in einer Stunde im Backofen bei 100 °C fixiert. Danach gut ausspülen und im Garten trocknen lassen.

Rot und gelb.

Diesen Strang habe ich mit rot und gelb gefärbt. Leider ist das rot über das gelb gelaufen, so dass dieses kaum noch zu erkennen ist. Trotzdem eine schöne Färbung.

Lila und blau.

Lila und blau sind da schon besser gelungen.

Blau und grün.

Und schließlich blau und grün.

Das gleiche Prinzip habe ich auch für die Spinnfasern angewendet. Nur leider haben diese die Farbe nicht so bereitwillig aufgenommen und sind beim Fixieren der Farbe im Ofen dann auch etwas angefilzt. Aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Ich habe Pastellfarben verwendet, die im Ergebnis etwas blass geworden sind. Das würde ich nicht noch einmal benutzen.

Grün und lila.
Nahaufnahme.
Rosa und gelb.
Der gesamte Strang.
Ganz bunt.
von Nahem.
Osternest.
Und geflochten.

Nun warten die Stränge darauf, versponnen zu werden. Das kann dauern…