Archiv für das Jahr: 2018

Frohe Ostern!

Ich wünsche Euch allen Frohe Ostern! Genießt die freien Tage, lasst Euch vom Wetter nicht deprimieren und habt eine gute Zeit.

Ich habe in diesem Jahr als Osternester ausgediente Konservendosen weiß grundiert und mit Serviettentechnik verziert. Zum Schluß wurde klar lackiert. Dann kamen Schokoladeneier ins Nest, welche dann kleine wollige Gesellen angelockt haben.

Der Igel knabbert an den Kräutern.

Das Rotkehlchen hat sich auf die Eier gesetzt.

Und für die Feiertage habe ich mir selbst auch ein Geschenk gemacht.

Sind die Farben nicht wunderschön?

Blaue Socken

Wieder einmal habe ich einen Schatz aus der Sockenwollkiste gehoben. Mit den Socken habe ich schon Anfang Januar angefangen, nun sind sie endlich fertig geworden.

Blaue Socken.

Es ist ja nicht üblich, dass ich so lange für ein Paar Socken brauche. Zum einen lag es daran, dass ich momentan einfach zu viele Projekte gleichzeitig mache. Zum anderen aber entstanden die Socken im Rahmen eines Nadeltests.

Meine Freundin hat mir zu Weihnachten Sockenwundernadeln geschenkt. Das sind Mini-Rundstricknadeln mit einem ganz kurzen Stück Seil, das sie hauptsächlich flexibel hält. Man strickt Socken dann mit zwei Nadeln und hat eine dritte zum Abstricken. Die Hoffnung ist, dass man so die hässlichen Trittleitern vermeidet, die zwischen den Nadeln beim Nadelspiel entstehen. Außerdem soll es schneller gehen, weil man ja nur noch zwei Nadeln pro Runde wechselt und nicht vier.

Das wollte ich unbedingt gleich ausprobieren und dem Stricken mit dem herkömmlichen Nadelspiel entgegen stellen. Also schnell Sockengarn aus der Kiste, ein einfaches Muster und los.

Beim Bündchen habe ich mich sehr gequält. Die Sockenwundernadeln sind doch sehr fummelig. Auch den Schaft über ging es sehr langsam voran. Ich hatte öfter das Gefühl, dass meine Hände so verkrampft waren, dass eine Sehne am rechten Zeigefinger übersprang. So war das Stricken doch recht ungewohnt.

Das Fersenkäppchen ging wunderbar, aber das war ja nicht weiter erstaunlich. Beim Spickel war ich dann so verwirrt, dass ich wieder auf das Nadelspiel umgestiegen bin. Ab da ging es flott voran…

Die zweite Socke habe ich dann komplett auf dem Nadelspiel gestrickt.

Die untere (zweite) Socke ist etwas breiter.

Im Ergebnis: Der Schaft der ersten Socke ist ein wenig schmaler geworden mit den Sockenwundernadeln, wahrscheinlich war die Spannung einfach höher. Trittleitern entstehen auch zwischen den Sockenwundernadeln, aber dann eben nur zwei pro Reihe. Schneller geht es bei mir auf keinen Fall, aber das kann auch die mangelnde Gewöhnung sein. Ganz persönlich ist mit ein Nadelspiel lieber, zumal ich Holznadeln über alles liebe und die Sockenwundernadeln nun mal aus Metall sind. Insgesamt war es eine interessante Erfahrung. Ich kann mir eher eine Kombination vorstellen, zum Beispiel die Unterseite des Fusses auf der Sockenwundernadel und oben Nadelspielnadeln. Das werde ich vielleicht mal als nächstes ausprobieren.

Schaftvergleich.

Details

  • Wolle: unbekannt, vermutlich Sockenwolle von Opal
  • Material:75 % Schurwolle, 25 % Polyamid
  • Muster: Minecraft
  • Farben: ?
  • Nadeln: 2,5 mm
  • Wäsche: 40 °C

Edinburgh Yarn Festival

Letzte Woche fand zum sechsten Mal das Edinburgh Yarn Festival statt – und ich war dabei!

Eigentlich wollte ich ja schon letztes Jahr hinfahren, aber da kam mir die Idee zu spät, und es gab dann keine Tickets mehr. Dieses Jahr habe ich alles sehr weit voraus geplant.

Vorab: Es war wunderbar. Beeindruckend. Ein wenig märchenhaft.

Das Yarn Festival öffnete ab dem 15. März seine Tore. Schon einen Tag vorher starteten die Kurse. An einem habe ich teilgenommen, aber das wird ein gesonderter Blogbeitrag.

Früh am Morgen machte ich mich am 15. März 2018 mit dem Bus auf den Weg zum Edinburgh Corn Exchange, einem Veranstaltungsgebäude etwas außerhalb des Zentrums. Für die Busfahrt muss man in Edinburgh übrigens beim Fahrer passend zahlen. Außerdem bedankt man sich bei ihm, wenn man aussteigt. Das kenne ich von zu Hause nicht unbedingt…

Offiziell startete die Ausstellung um 10 Uhr. Alle Teilnehmer von Kursen durften aber schon ab 9 Uhr in die Räume. Und schon vor 9 Uhr gab es eine ordentlich lange Schlange. Allein die Aufregung lenkte uns davon ab, dass es recht kalt war und sehr windig.

Als erstes begegneten wir auf dem Weg in die Heiligen Hallen dann Morag, dem Highland-Rind:

Das überlebensgroße Vieh ist eine Produktion von TOFT UK, die sich vor allem fürs Häkeln stark machen.

Morag hatte noch eine Menge Freunde mitgebracht.

So begrüßt ging es in die eigentliche Ausstellung, die einfach riesig war. Als erstes kam der Stand der Shetland Wool Week, die im September stattfinden wird und die das EYF nutzte, um die Anleitung für ihre diesjährige Mütze zu veröffentlichen und gleich unter die Leute zu bringen. Jedes Jahr gibt es im Vorfeld der Shetland Wool Week eine Mützen-Anleitung, so dass alle Teilnehmer Zeit haben, die Mütze nachzustricken und dann zum Besuch mitzubringen. Ich habe, um zumindest in Gedanken dabei zu sein, mal die Schafsmütze gestrickt, weil die besonders niedlich war. Leider ist sie für meinen Kopf viel zu groß geworden. Ob ich die diesjährige Mütze stricke, weiß ich noch nicht. Das Thema sind die Northern Lights, und schön ist sie ohne Frage.

Dann ging es los ins Gewühl…

Es war voll. Es war viel. Es war anregend. Und ich fühlte mich etwas überfordert von all den schönen Dingen, der hochwertigen Wolle, den liebevoll aufgebauten Ständen und der Masse Mensch. Besucher und Aussteller waren sicher zu 98 % Frauen. Und einige Besucherinnen kamen in einen richtigen Kaufrausch. Insbesondere an den Stand von La Fee Fil war kein Herankommen. Ich hatte zuvor noch nie davon gehört.

Mir gefielen die bunten Farben bei der Knitting Goddess.

Originell fand ich auch die Vögel…

und Fabelwesen von Sue Stratford Designs.

Eine Stunde lang bin ich nur mit großen Augen durch die Ausstellung gewandert. Dann habe ich ganz vorsichtig und überlegt ein paar schöne Dinge ausgesucht, die mich an diesen wunderbaren Tag erinnern sollen.

Mit dabei waren auch Spinnfasern von Skybluepink Designs, und zwar Shetland Skies (75% Shetlandwolle, 25 % Tussahseide).

Das offizielle Motiv des EYF auf der Baumwolltasche musste einfach sein.

Die Motive auf der rechten Tasche kann man mit Wollresten aussticken. Ich bin schon gespannt, wie das werden wird.

Diese wunderschöne Wolle ist eine Mischung aus Alpaka und Seide von der Border Mill und ist auf dem EYF zum ersten Mal präsentiert worden. Die Farben sind alle nach Blumen benannt. Einfach wunderschön.

Und bei den Vögeln konnte ich auch nicht widerstehen. Ein Puffin ist für mich der Inbegriff des Schottischen.

Und natürlich das Muster für die Mütze.

Fazit: Wunderschön. Für mich persönlich ein wenig zu viel und ein wenig zu voll. Aber eine wunderbare Gelegenheit, nette Leute zu treffen und neue Anregungen zu bekommen. Ich bin sehr froh, dass ich dabei sein durfte.

 

 

 

Blau und Bunt

Am Sonntag war der erste wirkliche Frühlingstag: Sonne, 16° C und ein laues Lüftchen. Natürlich war ich sofort im Garten. Die Krokusse öffneten ihre Blüten weit, und die Bienen schwirrten herum.

Nicht nur im Garten wurde es bunt, sondern auch an meinem Fenster.

Ich habe seit Ewigkeiten mal wieder die Window Color Farben herausgeholt und freundliche Stiefmütterchen-Gesichter ans Fenster gezaubert.

Und mein blaues Tuch ist auch noch fertig geworden:

Ich mag diese Farbübergänge, und dass die Wolle nicht zu bunt ist.

Leider habe ich gestern kein Draußen-Bild vom Tuch gemacht, weil ich mit so vielen anderen Dingen beschäftigt war.

Details

  • Wolle: Crazy Zauberball von Schoppel/Meilenweit Harris von Lana Grossa
  • Material:75 % Schurwolle, 25 % Polyamid/80 % Schurwollen, 20 % Polyamid
  • Farben: 1511 ( Partie 1022613)
  • Nadeln: 3,5 mm
  • Wäsche: 40 °C

Frühlingsahnung

Bin ich froh, dass die große Kältephase vorbei ist! Ich habe all meine Wollsachen übereinander angezogen und nachts noch eine Häkeldecke aufs Bett gelegt.

In den letzten Tagen war es zwar noch nicht warm, aber so ein leichter Frühlingshauch war schon zu spüren. Das hat mich gleich dazu veranlasst, Frühlingsschafe zu backen.

Frühlingsschafe in der Dose.

Die Kekse sind mit weißer Kuvertüre verziert, und die Schafe haben ein Fell aus Kokosflocken und aus geriebenen Haselnüssen.

Hellbraune und weiße Schafe.

Das nächste Werk habe nicht ich gemacht, aber es ist selbst gemacht. Für mich. In Fliederlila, wie frühlingshaft. Ist es nicht absolute Spitze?

Notizbuch in Flieder.

Meine bessere Hälfte hat mir dieses wunderschöne Notizbuch für meine Strick-Notizen selbst gemacht. Ich bin schwer beeindruckt.

Ganz echt selbstgemacht.

Es ist absolut perfekt und ganz etwas besonderes. So schön. Nun kann ich endlich sofort aufschreiben, wieviele Reihen ich bei der ersten Socke für das Bündchen gestrickt habe und muss mich nicht mehr auf meine Erinnerungen verlassen.