Archiv der Kategorie: Nähen

Monster im Bett

Mein ältester Patensohn hatte Geburtstag. Neben Hörspiel-CD’s wollte ich ihm gern noch etwas persönliches schenken. Momentan stehen bei ihm Pokemon hoch im Kurs. Erst dachte ich, ich könnte vielleicht ein Pokemon häkeln. Aber irgendwie erschien mir das bei meinen rudimentären Häkelkenntnissen dann doch zu schwierig. Ich habe mich statt dessen für einen Kissenbezug entschieden.

Monster-Kissen.

Im Internet habe ich einen Stoff mit Pokemons gefunden. Ich war etwas überrascht, wie groß die Figuren auf dem Stoff waren. Ursprünglich wollte ich kleine Quadrate schneiden und zusammenfügen. Dann hätte ich aber höchstens eine Figur ausschneiden können und zu viel Verschnitt gehabt. Also habe ich mich für ein etwas größeres Quadrat entschieden, dass ich mit grünem Stoff eingerahmt habe.

Pokemon im Zentrum.

Die Rückseite habe ich jeweils komplett aus den beiden Stoffen gestaltet.

Auch die Rückseite kann entzücken.

Ganz wichtig war ein passender Verschluss.

Monster-Knöpfe.

Die Monsterknöpfe habe ich bei Dawanda gefunden und konnte so auch bei diesem Detail im Thema bleiben. Nun kann mein Patensohn seine Lieblingsmonster mit ins Bett nehmen.

Tolle Tasche

Für meine Kollegin zum Geburtstag habe ich eine Notfall-Einkaufstasche genäht. Die Anleitung haben ich hier gefunden.

Ich finde die Art der Tasche echt super, denn so hat man nicht noch Tütelkram drumherum. Die Tasche faltet sich in sich selbst zusammen und wird dann mit einem Band verschlossen. So kann man sie in der Handtasche oder im Rucksack dabei haben.

Die Stoffe sind Reste aus der Großen Kiste. Ich mag diesen Stoff ganz besonders und finde ihn auch super für Geburtstagsgeschenke oder Glücksbringer, weil er kleine Marienkäfer hat.

Außerdem passt er gut zum Frühling, der hoffentlich bald kommt.

Hier noch die Faltanleitung: Längs beide Seiten dritteln,

dabei die Träger mit einklappen.

Dann zwei Mal halbieren

und den Verschluss schließen.

Fertig!

Ein Lunch Irgendwas

Auf Dawanda bin ich neulich auf Lunchbags gestoßen. Das sind kleine Beutel aus bunten Stoffen, in die man sein Obst oder was auch immer für den Bürolunch hineinpackt. Innen haben die Beutel einen beschichteten Stoff, den man abwischen kann und der sogar lebensmittelecht sein soll.

Da ich ja so gern Dinge selbst mache, habe ich mir bei Dawanda ein Nähpaket „Lunchbag“ bestellt. Das kann ja nicht so schwer sein, dachte ich. Das Problem war nur, dass zumindest diese „Lunchbag“ keine solche war, was ich aber erst viel zu spät erkannt habe.

Das Nähpaket selbst hatte bei Dawanda kein Fotos des fertiges Produktes, sondern nur des Pakets. Das bestand hauptsächlich aus einer braunen Papiertüte, den Stoffzuschnitten und den Verschlüssen. Über die Anleitung habe ich mich auch nicht weiter gewundert, Klettverschluss anbringen, links auf links nähen, wenden etc. Zwischendrin fluchte ich etwas über den beschichteten Baumwollstoff, weil meine Nähmaschine den überhaupt nicht transportieren wollte. Naja, irgendwie ging es doch, also was kommt als nächstes in der Anleitung… Aber dann hörte die Anleitung für meine Begriffe abrupt auf. Und ich saß da nicht etwas mit einer Bag, sondern mit einer Art Mini-Picknickdecke.

Diese „Lunchbag“ ist eigentlich nur ein besseres Stück Butterbrotpapier, in das man seine Stulle direkt einschlagen soll. Also Ränder drumherum schlagen, einwickeln und dann mit dem Klettverschluss fixieren. Nee. So hatte ich mir das nicht vorgestellt und das finde ich auch nicht praktisch. Eine Stulle transportiere ich in der Stullendose und gut ist. Das hilft dann auch besser dagegen, dass ja eh immer die Wasserflasche drauf fällt. Ich dachte, ich kann so schick einen Apfel transportieren oder was auch immer. Dafür ist das Ding jedoch völlig ungeeignet.

Unter Strich war ich ziemlich enttäuscht und fühlte mich ein ganz klein wenig irregeleitet… Mal sehen, was ich mit dem Teil nun anfange. Vielleicht nehmen wir es zum Wandern, um was draufzulegen. Oder der Kleine Bär nimmt es als Picknickdecke, aber dann mit der beschichteten Seite nach unten, damit der kleine Bärenpopo schön trocken bleibt.

Aber: nur wenn man nichts ausprobiert, kann man auch nicht enttäuscht werden.

Mein Fähnlein weht im Wind

Und zwar im warmen Sommerwind. Das Wetter ist unglaublich schön und warm für September.

IMGP9835

Rosa Wimpel-Wunder

Vom rosa Traumkissen hatte ich noch sehr viele rosa Reste. Da rosa in diesem Haushalt ansonsten nicht so angesagt ist, habe ich als Resteverwertung eine Wimpelkette genäht und gleich noch meiner jüngsten Patentochter mit ins Päckchen gepackt.

Die Wimpelkette besteht aus drei verschiedenen Stoffen:

IMGP9839

Der Fancy-Writing-Stoff.

IMGP9838

Rosa Streifen machen schlank.

IMGP9837

Mäuschen – mein Lieblingsstoff.

Die Wimpel habe ich zwischen ein Schrägband – rosa natürlich – mit Spitze genäht. Und an den Ende gab es zur Krönung noch rosa Bommel.

IMGP9840

Das war definitiv mal was anderes…

Rosa Träume

Meine kleine Patentochter wünscht sich zu ihrem sechsten Geburtstag einen selbstgenähten Kissenbezug. Sie hat dabei erstaunlich detailliert Vorstellungen, wie so ein Kissenbezug auszusehen hat. Als erstes, ganz wichtig, soll er Rüschen haben. Die hat nämlich der letzte vermissen lassen. Dann soll er aus einem rosa-weiß gestreiften Stoff sein. Es soll aber auch ein Stoff dabei sein, der „fancy writing“ hat – was auch immer sie sich darunter vorstellt. Und zu guter Letzt soll der Kissenbezug eine kleine Tasche habe, falls sie mal was reinstecken oder auch verstecken möchte.

Das war also der Auftrag. Zum Glück gibt es ja Dawanda, wo man wunderbar zum Beispiel „Stoff + Schrift“ eingeben kann. So habe ich mein Material relativ schnell zusammen bekommen.

IMGP9807

Viel Rosa.

Dann ging es an den Plan. Die Tasche wollte ich so in das Kissen integrieren, dass weder ein Knopf noch ein Reißverschluss stören, denn vielleicht (!) möchte man ja auch mal seinen Kopf auf das Kissen legen. Also habe ich die Tasche in die Mitte des Kissens gesetzt.

IMGP9808

So entstehen zwei kleine Taschen.

Der Mittelblock ist somit praktisch doppelt. In der Mitte habe ich noch eine Teilungsnaht eingefügt, so dass zwei kleine Taschen entstanden sind. Damit hat das ganze mehr Halt und weniger möglicherweise störende Falten. Der Rest der Vorderseite war dann relativ einfach.

IMGP9809

Die Vorderseite.

Die Rückseite ist schlicht und greift die Stoffe der Vorderseite noch einmal auf. Der gestreifte Teil entspricht dem unteren Streifenteil der Vorderseite (wegen der optischen Harmonie, die ja auch nicht zu kurz kommen darf).

Zwischen beide Teile kamen dann die Rüschen.

IMGP9834

Rüschen aus Baumwolle mit Lochmuster.

Ich habe, da ich bei Rüschen völlig unwissend bin, bei Dawanda einfach bestellt, ohne weiter zu hinterfragen. Hauptsache, die Rüschen sind rosa. Allerdings sind dies wunderbare Rüschen, um sie irgendwo drauf zu nähen, weil sie schon ein kleines Schrägband um sich herum haben. So waren sie aber zu dick, um sie zwischen Vorder- und Rückenteil zu bringen. Also habe ich das Schrägband abgetrennt. So funktionierte das Festnähen und dann auch der Zickzackstich über alles viel besser.

IMGP9831

Die Rückseite des Kissens.

Zum Schluß gab es noch zwei rosa-schillernde Knöpfe.

IMGP9832

Schillernde Knöpfe.

Und – ist es nicht ein traumhaftes Kissen? Ich hoffe jedenfalls sehr, dass es den Vorstellungen meiner kleinen Patentochter auch entspricht.

IMGP9828

Das fertige Kissen.