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Aus der Werkstatt des Weihnachtsmannes

Auch in diesem Jahr wurde in der Werkstatt des Weihnachtsmannes schon seit Monaten und Wochen fleissig gewerkelt. Hier ein kleiner Einlick:

Meine beste Freundin liebt Harry Potter. Außerdem kann sie dringend Unterstützung im Haushalt gebrauchen. Daher bekam sie diese House Elf Liberation Donation Station.

Das Brett habe ich bei Etsy bestellt, aus der UK.

Aber da musste natürlich noch etwas ran. Was lag da näher als eine kleine Socke?

Die Socke ist natürlich in allem funktionstüchtig.

Um gleich am anderen Ende der Welt zu bleiben: Meine große Patentochter wünschte sich einen Kissenbezug für ihr großes Kopfkissen (72 x 48 cm). Von ihrer Decke hatte ich noch Pandastoffe über, so dass ich daraus einen Bezug genäht habe.

Für die Vorderseite konnte ich das kleine Paneel nutzen.

Die Rückseite bietet ein Panda-Wimmelbild.

Ich finde den Stoff so schön.

Und es gab zum Abschluss noch knallrote Knöpfe als farblichen Gegenpol zu dem vielen Schwarz und Weiß.

Zwei Kolleginnen bekamen Schneemannkissen.

Diesen Schneemannstoff finde ich sehr fortschrittlich, da er auch viele Schneefrauen zeigt.

Die Rückseite bietet noch mehr Schneepersonen und Schneeflocken vor Rauten.

In der Sammlung habe ich noch weihnachtliche Knöpfe gefunden, die gut passen.

Schultertuch

Das zweite Kissen mit einem anderen Schneemannstoff.

Die Rückseite.

Und ebenfalls noch weihnachtliche Knöpfe.

Die Kissen sind alle aus 100 % Baumwolle. Die kleinen Kissen sind 40 x 40 cm groß.

Eine weitere Kollegin bekam eine Einkaufstasche in ihrer Lieblingsfarbe grün.

Der Clou ist, dass sich die Tasche in das kleine Dreieck auf der rechten Seite stopfen lässt. Dann kann man die Kordel zuziehen und hat kompakt eine Einkaufstasche für den Notfall.

Und eine Kollegin bekam ein weihnachtsrotes Schultertuch.

Die Anleitung stammt aus dem wunderbaren Buch „Victorian Lace today“, und ich habe sie schon ein paar Mal genutzt. Mit jedem Garn wirkt das Muster ein wenig anders, total schön und harmonisch.

Das Garn hat Partien von verschiedenen Rottönen, so dass Streifen entstanden sind. An der Spitze unten sind diese natürlich etwas breiter und werden dann nach oben immer schmaler.

Zwischendrin ist mir natürlich die Wolle ausgegangen. Da ich das Knäuel schon sehr lange habe, war ich nicht sicher, ob es sie noch gibt. Aber ich konnte sie im Wolleladen meines Vertrauens nachbestellen, und alles ging auch hinsichtlich der unterschiedlichen Partien gut.

Details:

  • Wolle:Lang Yarns Jawoll Magic superwash
  • 75 % Schurwolle, 25 % Polyamid
  • Farbe: 84.0060
  • Partie: 1705
  • Nadeln: 3,5 mm
  • Muster: Cherry Leave (Victorian Lace Today)

Tierkissenbezug

Meine kleine Patentochter hatte Geburtstag und wünschte sich einen Bezug für ihr großes Kissen. Es sollten Tiere drauf sein, aber keine wilden. Lieber Haustiere, aber viele verschiedene.

Ich bin wirklich sehr froh, dass meine Patentöchter immer genau wissen, was sie wollen. Das macht Spaß, denn ganz oft führt es mich in ganz neue Themen.

Einen Haustierstoff nach dem Motto „Maus, Katze, Hund“ konnte ich nicht finden, aber diesen wunderschönen Stoff, auch wenn er ein wenig winterlich angehaucht ist.

Ich mag es sehr, dass auf dem Stoff auch Eulen und Eichhörnchen sind.

Ich habe aus dem Stoff Quadrate geschnitten und diesen einen Rahmen gegeben.

Zusammengesetzt sieht das Vorderteil des Kissens dann so aus:

Und hier die Rückseite. Ich musste ein wenig stückeln, weil die Stoffe eher klein bemessen waren.

Passend zum Thema Tiere gab es dann auch Katzenknöpfe. Ich finde die „Fat Cats“ herrlich. Leider habe ich die Knopflöcher etwas zu klein bemessen. Man muss die Katzen in einen ganz bestimmten Winkel drehen, dann geht es. Aber es kam nicht in Frage, normale blaue Knöpfe zu nehmen…

So wird meine Patentochter nun gut im Schlaf bewacht.

Details:

  • Material: 100 ½ Baumwolle
  • Wäsche: 40 °C

Gut Ver-Hüllt

In unserem Haushalt ist neue Technik angekommen, die dann natürlich auch eine Hülle brauchte.

Als erstes entstand an einem Freitag Abend eine neue Handy-Hülle. Das war eigentlich nur ein Notbehelf, weil es Probleme mit der Packstation gab. Pakete befanden sich tagelang auf dem Weg vom Zustellfahrzeug in die Packstation, unter anderem auch die Hülle fürs Handy. Also habe ich zu Nadel und Faden gegriffen.

Es stellte sich heraus, dass die Stoffhülle wunderbar ist, aus Fleecestoff schön kuschlig, und die Plastikhülle somit obsolet wurde. Wunderbar, sogar was zur Vermeidung von Plastikmüll beigetragen.

Dann gab es ein Notebook, das geschützt werden musste. Ich gewährte freie Wahl bei den Stoffen und heraus kam das:

Die Hülle hat zwar einen Deckel, der wird aber nur umgeklappt, Knopf oder etwas ähnliches zum Verschließen waren nicht gewünscht.

Durch die Hitze in der letzten Woche arbeitete mein Hirn nicht so richtig, weshalb ich mich bei dieser Tasche so dusslig angestellt habe, wie lange nicht mehr. Obwohl ich gut gemessen und mir einen Plan gemacht habe, habe ich den Eulen-Stoff erstmal drei Zentimeter zu kurz abgeschnitten. Daher entstand an der rechten Seite ein modischer brauner Streifen. Sehr schick.

Dann hatte ich noch ein paar Probleme bei der Vorstellung der Dimensionen… Ein paar aufgetrennte Nähte und ein paar Flüche später war aber alles geschafft.

Innen ist die Hülle gefüttert, und zwar mit dem gleichen Stoff, der im oberen Streifen des Deckels ist.

Gestern Abend ist dann noch eine Stiftetasche entstanden. Zum Schlafen war es eh zu heiss. Also habe ich lieber Nähmaschine und das Bügeleisen eingestöpselt und mich ans Werk gemacht.

Die Tasche hat Platz für drei Stifte. Der Deckel wird zum Verschließen unter das Webband gezogen. Das Webband hätte ich noch mit mehr Spannung annähen können, aber es hält auch so ganz gut.

Hm, ich denke, so etwas werde ich auch brauchen…

Neue Technikhüllen

Vor ein paar Wochen habe ich neue Technikhüllen genäht. Das Tablet sollte auch unterwegs mit dabei sein, und das ging ja keinesfalls ohne eine schützende Hülle.

Den Stoff habe ich vor ein paar Jahren im Dartmoor in einem kleinen Stoffladen erstanden. Ich dachte immer, es wird mal ein Kissen daraus. Es ist wichtig, ein so großflächiges Motiv nicht in kleine Stücke zu zerteilen. Daher war der Stoff auch für eine solche Hülle gut geeignet.

Für innen habe ich einen passenen Grünton verwendet. Diesen Stoff habe ich vor noch längerer Zeit in Wales gekauft.

Ich bin froh, dass die Stoffe so einen guten Zweck gefunden haben.

Die Rückseite ist auch nicht zu verachten, aber meine Lieblingsstelle sind die weidenden Schafe auf der Vorderseite.

Die Tasche schließt über zwei Druckknöpfe, je nachdem ob sie sehr eng oder bequem um das Tablet herum passen soll.

Als nächstes brauchte ich eine Hülle für meinen mp3-Player, nachdem mir dieser auf dem Parkplatz heruntergefallen ist und ein paar Kratzer abbekommen hat.

Zum Glück war noch Eulen-Stoff über. Die Tasche ist ganz einfach geschnitten, mit Innenfutter und unten mit Schrägband gesäumt.

Ein Riegel unten stellt sicher, dass der Kopfhörerausgang frei bleibt und der Player trotzdem nicht herausfallen kann.

Dann musste auch der zweite Player im Haushalt bestückt werden.

Hier gestaltete sich die Hülle schwieriger, da die Tasten des Players an der Seite frei bleiben sollten. Dann hätte die Hülle aber zwei offene Seiten gehabt, aus denen der Player herausrutschen könnte. Also gab es einen Riegel zum Knöpfen und an der Seite noch ein Eulenband als Stopper.

Ich bin ganz zufrieden, dass ich so einige Stoffreste verwerten konnte.

Gemüsefahnen

Jedes Jahr stellt sich aufs neue die Frage, wie wir die Gemüsesämlinge auf unserem Stück Acker am besten kennzeichnen sollen. Wir haben schon so einiges probiert: Holzstäbchen (wie die Stäbchen von Eis am Stiel) sind zu klein und instabil, werden schnell aus Versehen in den Boden eingetreten. Beschriftete Holzreste aus dem Baumarkt lösten sich nach ein paar Regentagen in ihre einzelnen Lagen auf. Bemalte Tontöpfchen auf Stäben waren sehr hübsch, aber zu aufwändig. Die Herausforderung sind einfach die harten Wetterkonditionen auf dem Feld: Wind, pralle Sonne, prasselnder Regen, regelmäßige Bewässerung.

Dieses Jahr habe ich mich für Gemüsefähnchen entschieden. Im Frühling gab es endlich bei meinem Lieblingsversand Gemüsestoffe ohne Ende. Also habe ich ein paar bestellt und Fähnchen genäht.

Zwiebel-Fähnchen

Die Fahnen habe ich zunächst wie Wimpel für eine Wimpelkette genäht. Leider hatte ich dann das Problem, die kurze Seite ordentlich zu schließen. Schrägband war sehr aufwändig und zudem unpraktisch, weil ja an den beiden Seiten keine rechten Winkel sind. Als nächstes habe ich dann rundherum genäht, das Fähnchen durch eine Öffnung gewendet und die Öffnung dann durch eine Naht um das ganze Fähnchen herum geschlossen.

Zudem habe ich Knopflöcher eingenäht und die Fähnchen damit an Bambusstäben befestigt.

Rote Bete-Fähnchen

Leider hat der erste große Sturm ein paar von meinen Fähnchen weggeweht. Deswegen kann ich Euch auch leider nicht mehr alle Varianten zeigen… Daher habe ich dann die Version 2.0 zusätzlich mit der Heißklebepistole an den Bambusstäben festgeklebt.

Bohnen-Fähnchen

Mir gefallen mein Fähnchen gut und das Feld sieht schön bunt aus. Nun müssen sie sich nur noch im Praxistest bewähren.

Kartoffel-Fähnchen