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Blaue Socken

Wieder einmal habe ich einen Schatz aus der Sockenwollkiste gehoben. Mit den Socken habe ich schon Anfang Januar angefangen, nun sind sie endlich fertig geworden.

Blaue Socken.

Es ist ja nicht üblich, dass ich so lange für ein Paar Socken brauche. Zum einen lag es daran, dass ich momentan einfach zu viele Projekte gleichzeitig mache. Zum anderen aber entstanden die Socken im Rahmen eines Nadeltests.

Meine Freundin hat mir zu Weihnachten Sockenwundernadeln geschenkt. Das sind Mini-Rundstricknadeln mit einem ganz kurzen Stück Seil, das sie hauptsächlich flexibel hält. Man strickt Socken dann mit zwei Nadeln und hat eine dritte zum Abstricken. Die Hoffnung ist, dass man so die hässlichen Trittleitern vermeidet, die zwischen den Nadeln beim Nadelspiel entstehen. Außerdem soll es schneller gehen, weil man ja nur noch zwei Nadeln pro Runde wechselt und nicht vier.

Das wollte ich unbedingt gleich ausprobieren und dem Stricken mit dem herkömmlichen Nadelspiel entgegen stellen. Also schnell Sockengarn aus der Kiste, ein einfaches Muster und los.

Beim Bündchen habe ich mich sehr gequält. Die Sockenwundernadeln sind doch sehr fummelig. Auch den Schaft über ging es sehr langsam voran. Ich hatte öfter das Gefühl, dass meine Hände so verkrampft waren, dass eine Sehne am rechten Zeigefinger übersprang. So war das Stricken doch recht ungewohnt.

Das Fersenkäppchen ging wunderbar, aber das war ja nicht weiter erstaunlich. Beim Spickel war ich dann so verwirrt, dass ich wieder auf das Nadelspiel umgestiegen bin. Ab da ging es flott voran…

Die zweite Socke habe ich dann komplett auf dem Nadelspiel gestrickt.

Die untere (zweite) Socke ist etwas breiter.

Im Ergebnis: Der Schaft der ersten Socke ist ein wenig schmaler geworden mit den Sockenwundernadeln, wahrscheinlich war die Spannung einfach höher. Trittleitern entstehen auch zwischen den Sockenwundernadeln, aber dann eben nur zwei pro Reihe. Schneller geht es bei mir auf keinen Fall, aber das kann auch die mangelnde Gewöhnung sein. Ganz persönlich ist mit ein Nadelspiel lieber, zumal ich Holznadeln über alles liebe und die Sockenwundernadeln nun mal aus Metall sind. Insgesamt war es eine interessante Erfahrung. Ich kann mir eher eine Kombination vorstellen, zum Beispiel die Unterseite des Fusses auf der Sockenwundernadel und oben Nadelspielnadeln. Das werde ich vielleicht mal als nächstes ausprobieren.

Schaftvergleich.

Details

  • Wolle: unbekannt, vermutlich Sockenwolle von Opal
  • Material:75 % Schurwolle, 25 % Polyamid
  • Muster: Minecraft
  • Farben: ?
  • Nadeln: 2,5 mm
  • Wäsche: 40 °C

Schöner Schlafen

Heute ist wieder ein besonders grauer Novembertag. Kalt und ungemütlich. Da möchte man sich am liebsten im Bett verkriechen. Aber das hilft nur, wenn es dort auch wirklich warm ist. Und genau das wird manchmal durch kalte Füße verhindert.

Dagegen habe ich Abhilfe geschaffen und zwar in Form von zwei neuen Paaren Bettschuhen.

Warme Füße.

Das erste Paar habe ich aus Sockenwolle von Regia gestrickt. Der Puschelrand ist aus Brazilia Lungo. Brazilia Lungo ist nichts für mich. Die vielen sehr langen Fäden finde ich doch recht anstrengend beim Stricken. Aber natürlich fühlt es sich gerade wegen dieser langen Fäden am Knöchel besonders kuschlig an.

Bettschuhe da, wo sie hingehören.

Ich habe sechs Reihen mit Brazilia Lungo gestrickt, sechs Reihen im Bündchenmuster (2R, 2L) und dann noch einmal sechs Reihen im Muster, das ich auch über den Fuß weitergeführt habe (3R, 1L). Als Ferse habe ich die Bumerangferse genutzt. Im Bett kommt es nicht so auf eine perfekte, nicht rutschende Ferse an.

Extra puscheliger Rand.

Die Bettschuhe sind nicht zu warm, und man kann sie schnell unter der Decke abstreifen, falls es im Laufe der Nacht doch zu heiß werden sollte.

Und in hellblau.

Das zweite Paar habe ich aus Sockenwolle von Schachenmayr gestrickt, der Puschelrand ist aus Brazilia. Gleiches Prinzip, nur für größere Füße.

Warme Füße, alles gut.

Mir gefallen beide Paare sehr gut. Sie werden für warme Nächte sorgen.

Game of Socks (Teil 3)

Ein weiterer Strang Garn Pegasus vom Mondschaf hat sich zu Socken verwandelt.

Ich habe ja neulich schon geschrieben, dass Grün eigentlich nicht meine Farbe ist. Aber dieses Grün fand ich sehr schön. Die Wolle ist wunderbar weich und ein Traum beim Stricken.

Das Garn ist nach Hodor gefärbt, einem Nebencharakter aus Game of Thrones. Hodor hat (in der TV-Serie) eine dunkelgrüne Kutte an und spricht lediglich das Wort „Hodor“, was – wie sich später herausstellt – für „Hold the door“ steht.

Ich habe lange überlegt, welches Muster ich für die Hodor-Socken wählen soll. Es fiel mir schwer, weil Hodor einfach da ist und eigentlich nichts besonderes tut, das man aufgreifen könnte. So bin ich am Ende einfach beim Namen geblieben. Der Name hat zwei Os und beim Aussprechen formt der Mund eine Kreis. Das spiegelt sich in dem Muster wieder. Ich weiß gar nicht, ob es einen besonderen Namen hat. Es werden jeweils drei Maschen rechts zusammengestrickt, ein Umschlag gemacht und dann wird noch einmal durch die drei Maschen gestochen, so dass man für die nächste Runde die gleiche Anzahl von Maschen wiederhergestellt hat. Das habe ich alle fünf Runden wiederholt. Zwischen den Dreierblöcken habe ich jeweils eine linke Masche gestrickt.

Die Ferse ist wieder nach traditioneller englischer Art.

Bei der einfarbigen Wolle kommt das Muster gut heraus. Dennoch war es nicht langweilig, denn die Wolle hat unterschiedliche Grünschattierungen, so dass das Ergebnis lebhaft und kräftig wirkt. Diese Socken haben beim Stricken viel Spaß gemacht und werden es sicherlich auch beim Tragen.

Details:

  • Wolle:Pegasus vom Mondschaf
  • Material: 75% Schurwolle superwash, 25 % Poyamid
  • Farbe: Hodor
  • Größe: 38/39
  • Nadeln: 2,5 mm
  • Muster: 3er Muster

 

Resteverwertung

Von den Socken der letzten Zeit waren jeweils noch kleine Reste über, die für Stulpen nicht mehr gereicht hätten. Also musste ich etwas anderes damit unternehmen.

Mit dem Rest von den Greyjoy-Socken habe ich Babyschuhe inklusive Schnürsenkeln gestrickt. Sie gefallen mir sehr gut und sind mal etwas anderes als das übliche rosa-blau. Der Farbverlauf ist so kurz, dass er sich für diese kleinen Socken ebenfalls gut eignet.

Greyjoy-Babyschuhe.

Von der Arne & Carlos-Wolle war nicht mehr besonders viel übrig. Aber etwas anderes als etwas sockiges kam dafür eigentlich nicht in Frage. Also habe ich Bettschuhe gemacht. Nichts ist schlimmer, als im Bett kalte Füße zu haben.

Kuschlige Bettschuhe.

 

Ich habe mit der Arne & Carlos-Wolle begonnen, ein Bündchen im Rippenmuster (2 R, 2 L) von fünf Reihen gestrickt und danach vier Reihen glatt rechts. Dann kam die Bumerangferse und schließlich habe ich so weit gestrickt, bis vom Gewicht her die Hälfte der Wolle erreicht war.

In der Sockenwoll-Kiste fand sich noch ein angefangenes Knäuel dunkelblau (Regia, Farbe 540, Partie 56971). Mit diesem habe ich dann vier Reihen glatt rechts gestrickt und dann die Spitze gearbeitet.

Um das ganze aber noch kuschliger zu machen, habe ich am Bündchen fünf Reihen im Rippenmuster in Brazilia Color von Schachenmayr nomotta (Farbe 85, Partie 95615) drauf gesetzt. Diese Wolle schwirrt schon ewig bei mir herum und ist für solche Highlights ideal.

Nun ist wirklich alles aufgebraucht! Ein gutes Gefühl…

Mach mal blau!

Für diese Socken habe ich ausnahmsweise mal ein Knäuel Wolle gekauft und nichts aus dem Fundus verwendet. Die Wolle von Regia aus der Design Line von Arne und Carlos gefiel mir gut und so wanderte sie in meinen Einkaufskorb.

Die Socken sind ein Geburtstagsgeschenk für meine Mutter. Ich habe das Zimtwaffelmuster gestrickt, da die Wolle ja schon bunt genug ist und kein kompliziertes Muster braucht. Dennoch wollte ich etwas, das den Schaft einigermassen in Form hält und schön dehnbar ist.

Der Farbverlauf ist nett; ich muss aber sagen, dass das Foto auf der Banderole total getäuscht hat, da darauf die hellere Farbe wie ein knalliges Orange aussieht. Lustigerweise passiert dasselbe nun bei meinem Foto. Tatsächlich ist es aber eher ein rosa. Komisch, obwohl ich ja das Knäuel in der Hand hatte und durchaus die Farben sehen oder erahnen konnte, habe ich mich eher auf das Banderolenbild verlassen. Nächstes Mal werde ich mich nicht so ablenken lassen.

Details:

  • Wolle: Design Line Arne und Carlos Special Edition von Regia
  • 75% Schurwolle superwash, 25 % Poyamid
  • Farbe 03762, Parie 225
  • Größe: 38/39
  • Nadeln: 2,5 mm
  • Muster: Zimtwaffelmuster