Archiv der Kategorie: Tücher

Celtic Cable Shawls: Ishneich

Aus dem wunderbaren Buch „Celtic Cable Shawls“ von Lucy Hague habe ich das nächste Tuch gestrickt: Ishneich.

Das neue Tuch in seiner ganzen Schönheit.

Das Tuch startet mit einem relativ einfachen Stück Dreieck, sozusagen mit Streifen.

Streifen machen den Anfang.

Dann folgt der Zopfteil, der schon ziemlich anspruchsvoll ist. Ich habe mich am Anfang einmal total verhauen, weil ich um ein paar Maschen verschoben war und musste wieder ein Stück auftrennen. Das war ziemlich kniffelig, denn ich wollte ja keine Laufmaschen haben. Zum Schluss gibt es dann noch die Borte, die an den langen Seiten des Dreiecks entlang gestrickt wird und mit der die Maschen dann gleichzeitig auch abgekettet werden.

Zopfmuster und Abschlussborte.
Die Spitze.
Andere Seite.
Oberer Abschluss.

Für das Tuch habe ich von September bis Dezember 2020 gebraucht, unter anderem aber auch, weil ich zwischendrin einiges anderes gefertigt habe. Auf jeden Fall muss man sich hoch konzentrieren, da auch in den Rückreihen Muster gestrickt wird.

Geschafft!

Details:

  • Wolle: Malabrigo Sock
  • Material: 100 % Merino
  • Lauflänge: 402 m/100 g
  • Farben: Aguas und Pocion
  • Nadeln: 4 mm
  • Muster: Ishneich/Celtic Cable Shawls/Lucy Hague
  • Wäsche: Handwäsche

MKAL 2020 von Stephen West

Im letzten Oktober fand der alljährliche Mystery Knit Along (MKAL) von Stephen West statt. Ich habe bisher immer gedacht, dass Stephen West Designs viel zu kompliziert für mich sind. Zusammen mit meiner Freundin in Amsterdam habe ich mich dann aber in diesem Herbst getraut mitzumachen.

Die Vorbereitungen begannen bereits im Spätsommer. Im September gab es ein Webinar zur Farbauswahl für den MKAL und bald darauf gab es auch Kits zu bestellen. Da ich an dem Webinar nicht teilnehmen konnte, wollte ich mich lieber auf den Meister selbst verlassen und bestellte ein Kit in schönen Blautönen. Nur leider war das Shop-System völlig überfordert vom Ansturm der Besteller und verkaufte mehr Sets als eigentlich vorhanden waren. Ich erhielt daher eine freundliche Mail, ob ich lieber eine andere Farbkombi hätte oder noch ein wenig warten wolle, bis meine Farben nachgefärbt sind. Ich wollte warten. Bald darauf kam eine weitere freundliche Mail, dass der Färberin nun leider die Wollbasis ausgegangen sei und ob ich auch mit anderer Wolle einverstanden sei. Alles, nur meine Farben! Zwei Tage vor Beginn des MKAL kam dann zum Glück die Wolle noch rechtzeitig bei mir an. Das Warten hatte sich doch gelohnt.

Wunderschöne Farben für den MKAL.

Insgesamt fand ich den MKAL gut zu bewältigen. Die Anleitung ist sehr genau, detailliert und korrekt geschrieben. Es gab ergänzend Tutorials per Video und bestimmt auch ganz viel Austausch in Social Media, an dem ich aber nicht teilgenommen habe.

Das Stricktempo ist relativ hoch, denn der ganze MKAL ging in vier Wochen über die Bühne. Das habe ich natürlich nicht annähernd geschafft. Aber das war ja auch egal. Es soll ja Spaß machen und so habe ich das Tuch halt einfach in meinem eigenen Tempo gestrickt.

Die einzelnen Abschnitte waren sehr graphisch geprägt. Allgemeines Thema waren „slipped stiches“. Sehr faszinierend, was man da so alles machen kann. Der erste Teil war ein Wabenmuster in 3 D, sehr beeindruckend.

Wabenmuster in 3 D

Die Waben bekamen dann eine Umrandung. Da in diesem Teil der Farbunterschied zwischen meiner Hauptfarbe und der Kontrastfarbe nicht klar genug hervor kam, setzte ich noch einen Rest weißes Mohairgarn ein.

Mit Umrandung.

Hier noch ein Detail:

Die Umrandung auf den Nadeln.
Und nach dem Spannen.

An dieser Stelle habe ich weißes Mohair-Garn hinzugenommen, da mir der Kontrast zwischen dem kräftigen blau und dem teal aufgrund der schnellen Farbwechsel zu sehr verwischte. An dieser Stelle ist das Tuch nun besonders kuschlig.

Weiter ging es mit einem Bereich, der Diamanten-Muster genannt wurde. Ich finde die Farbblöcke sehr interessant und plakativ. Die unterschiedlichen Farben kommen hier gut heraus.

Diamanten-Muster.

Ein weiterer Teil formte sich durch abwechselnde und unterschiedlich hohe Hebemaschen, ein wenig wie ein Schachbrett.

Checkers.

Zum Abschluss gab es dann noch mal etwas ganz besonderes, nämlich erst Dreiecke und dann Zacken. Ich habe hier die volle Breite laut Anleitung ausgeschöpft, denn diesen Teil habe ich optisch besonders genossen.

Und Chevrons, gib mir mehr Chevrons.

Unterwegs haben meine Freundin und ich uns immer wieder gewundert, wo denn die Reise noch hin gehen soll und wie riesig das Tuch wohl werden wird. Es schien gar nicht mehr aufzuhören. Es wurde nicht nur immer größer, sondern auch immer schwerer, was bei mir dazu führte, dass einen schönen Stricktages meine Holznadel von Knit pro am auswechselbaren Nadelseil einfach durchbrach. 3 mm Nadeln sind eben auch nicht die stabilsten.

Das Tuch ist wirklich sehr, sehr groß geworden, aber auch sehr, sehr schön. Ich bin überaus zufrieden. Meine Freundin war Anfang Dezember fertig, ich Mitte Dezember. Alleine drei Tage dauerte das Spannen…

Die Wolle war zwar nicht immer einfach zu verstricken, weil eben nur ein Single Yarn. Ich musste aufpassen, dass ich mit der Nadel nicht ins Garn stach. Aber es ist wunderschön weich, und die Farben sind sehr intensiv.

Das Tuch nach dem Spannen in voller Pracht.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und auch sehr stolz auf mich, dass ich das alles so gut geschafft habe.

Details:

  • Wolle: Sassy Singles von Quing Fibre
  • Material: 100 % SW Merino
  • Lauflänge: 400 m/100 g
  • Farben: slate (=Dunkelgraubraun), smoke (=hellblau), orinami (=petrol) Hero (=royalblau)
  • Nadeln: 3 mm
  • Muster: Slipstravaganza von Stephen West (MKAL 2020)
  • Wäsche: Handwäsche

Victorian Lace

Meine Kollegin hat ein Lace-Tuch, das ich ihr vor Jahren gestrickt habe, leider verloren. Sozusagen vom Winde verweht und nicht mehr zu retten.

Also musste ein neues her. Das gestaltete sich ein wenig schwierig, denn die Wolle gab es so nicht mehr. Ich überlegte mir eine Alternative, war aber zunächst von der Weichheit nicht ganz überzeugt. Zum Glück verbesserte sich das nach dem Waschen und Spannen.

Nach der selben Anleitung entstand ein neues Tuch. Dieses Mal aber größer und schöner. Denn ich habe mich daran gewagt, dem Tuch einen Rand anzustricken. Die Anleitung hierzu habe ich bisher nur beäugt und nie verstanden, wie das denn funktionieren sollte. Aber beim einfach mal Ausprobieren hat sich mir dann einiges erschlossen.

Nur leider ging kurz vor Ende die Wolle aus. Also noch einmal neu bestellt und fertig. Wie bei Handfärbungen oft, war der Farbton der neuen Wolle nicht ganz exakt zu dem der ersten Bestellung. Aber das ließ sich nun leider nicht ändern. Gelernt habe ich dabei, dass so ein angestrickter Rand unheimlich viel Wolle benötigt. Nächstes Mal bin ich schlauer.

Das fertige Werk ist per Post an meine Kollegin unterwegs. Ich hoffe, sie ist damit so zufrieden wie ich.

Details:

  • Wolle: Hydra vom Mondschaf
  • Material: 100 % Schurwolle (400 m/100 g)
  • Muster: Cherry Leave aus Victorian Lace Today
  • Farbe: Black Hole
  • Nadeln: 4 mm
  • Wäsche: Handwäsche

Celtic Cable Shawls: Kyna

Das zweite Tuch aus dem Buch „Celtic Cable Shawls“ von Lucy Hague ist fertig. Es heißt Kyna und zeigt am Rand ein filigranes keltisches Muster. Die Autorin gibt an, sie sei unter anderem von einer Piktischen Brosche aus dem Schatz von St. Ninian’s Isle in Shetland inspiriert worden. Das war für mich gleich noch ein Grund mehr, das Tuch zu stricken.

Das Tuch ist quer gestrickt, war also eher untypisch, da die meisten Tücher von unten nach oben oder anders herum gestrickt werden.

Am Anfang fiel es mir recht schwer, in das Muster herein zu kommen. Aber sobald ich den Aufbau und die Struktur besser erkennen konnte, wurde es besser. Als das Zopfmuster begann, konnte ich dann besser erkennen, wo es hingeht.

Die Spitze war eine Herausforderung in Konzentration und Anleitung lesen.

Es hat sicher aber gelohnt.

Sehr schön finde ich den Lochrand, der das Tuch noch filigraner macht.

Ich habe nicht das von der Autorin vorgeschlagene Garn, ein handgefärbtes Sockengarn, verwendet, sondern ein Garn aus meinem Vorrat. Es handelt sich um eine Mischung aus Merino-Wolle und Possum, also ganz besonders weich und warm.

Details:

  • Wolle:
  • Material:
  • Lauflänge:
  • Farben:
  • Nadeln: 2,5 mm
  • Muster: Kyna/Celtic Cable Shawls/Lucy Hague
  • Wäsche: Handwäsche

Celtic Cable Shawls: Carradal

Schon länger habe ich das Buch „Celtic Cable Shawls“ von Lucy Hague. Es enthält anspruchsvolle Tücher und wunderschöne Fotos.

Als ich zum Geburtstag von meiner Freundin wunderschöne Wolle erhielt, fiel mir das Buch wieder ein. Die Wolle war ideal für das Tuch Carradal, das erste Projekt in dem Buch. Die Anleitungen sind nämlich von einfach nach anspruchsvoller angeordnet, und ich fand es daher gut, ganz vorne zu starten.

Die Methodik ist erst ein wenig gewöhnungsbedürftig. Die Anleitungen sind sowohl ausgeschrieben als auch mit Charts bestückt, aber ich fand dieses Mal die wörtliche Anleitung für mich leichter umzusetzen.

Und hier ist nun das fertige Werk:

Ein wunderschönes Tuch.

Zuerst war ich mir bei den Farben unsicher. Ich stricke nicht oft grün, weil es keine bevorzugte Farbe ist. Aber mit dem lila wirkte das grün ganz anders, eher grau.

Farbfolge im oberen Teil.

Der obere Teil war prima, ging leicht von der Hand, sogar nebenher. Dann kam aber die Krönung des Tuchs, der breite Rand mit dem Zopfmuster. Das war dann schon anspruchsvoller, zumal in jeder Reihe die Maschenanzahl wechselte.

Keltisches Muster

Aber der Aufwand und das Zählen haben sich gelohnt. Ich bin sehr zufrieden mit dem Tuch.

Ich bin nun im Celtic Cable Shawl Fieber und will nacheinander alle Tücher aus dem Buch nachstricken. Da habe ich mir wirklich was vorgenommen.

Details:

  • Wolle: Asia von Lang Yarns
  • Material: 70 % Seide, 30 % Yak
  • Lauflänge: 145 m/50 g
  • Farben: 912.0065 (lila), 912.0098 (grün)
  • Nadeln: 3,5 mm
  • Muster: Carradal von Lucy Hague
  • Wäsche: 30°C Feinwaschmittel