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Fair Isle Strickjacke

Ein Jahr und neun Monate. So lange habe ich an dieser Strickjacke gearbeitet. Nun bin ich extrem stolz.

Fair Isle Strickjacke.

Es war eine Herausforderung für mich, die Techniken zu meistern. Ich habe unendlich viel dabei gelernt.

Nahaufnahme vom Muster.

Zum einen: Mehrfarbiges Stricken.

Yoke und Knopf.

Zum anderen: Yoke. Hierzu hatte ich sogar im letzten Jahr einen Workshop in Edinburgh. So war ich schon gut darauf vorbereitet. Aber mit den vielen Farben war es dann in der Praxis bei der Strickjacke doch noch mal ein wenig anders.

Zum weiteren: Suche die Knöpfe erst aus, wenn die Strickjacke fertig ist. Ich habe zwischendrin beim Stricken gedacht, ich müsse nun endlich die Knöpfe kaufen und habe hübsche Holzknöpfe ausgesucht. Die waren dann aber viel zu groß und klobig für die Jacke. also bin ich spontan los zum Wolleladen meines Vertrauens und habe andere ausgesucht.

Oben schön.

Die Ärmel sind ebenfalls Fair Isle, aber immerhin mit einem etwas leichteren Muster, so dass es schneller ging.

Ärmel schön.

Außerdem habe ich Steeken gelernt. Die Strickjacke wird im ersten Schritt in Runden auf der Rundstricknadel gestrickt. Erst der Körperteil bis zu den Ärmelansätzen, dann die zwei Ärmel. Alles wird zusammengefasst und dann kommt das Yoke, also die Abnahme oben am Halsteil, welche die typische runde Form oben ergibt. Hintergrund dafür ist, dass es sich mehrfarbig in Runder schneller strickt als in Reihen, denn in den Runden muss man nur rechte Maschen stricken und kann außerdem die andere Farbe leichter mitführen als bei linken Maschen. Das bedeutet aber, dass gesteekt werden muss. Dafür wird das Gestrick vorne durchgeschnitten. Ja, du liest richtig. An dieser Stelle habe ich mein Werk erstmal zwei Wochen lang angeschaut, bis ich genug Mut hatte, die Schere anzusetzen. Eigentlich ist alles nicht so schlimm, weil man zwei Sicherheitslinien rechts und links vom Schnitt hochhäkelt, dann schneidet und die Ränder umklappt und festnäht. Es ist also nicht so, als ob da Maschen laufen könnten. Aber allein die Vorstellung…

In ihrer ganzen Pracht.

Ein Wort noch zur Wolle. Unten steht so schlicht: 100 % Wolle. Das Garn ist aber von verschiedenen seltenen Schafsrassen gesponnen, so zum Beispiel Teeswater, Wensleydale and Leicester Longwool. Außerdem enthält sie 30% Cornish Mule, eine weitere seltene Schafsrasse. Die Farben sind nach Cornischen Flüssen benannt, da die Firma dort ihren Ursprung hat.

Nun ist die Jacke fertig, und der Winter kann kommen. Sie ist schön warm, da sie sozusagen doppelt ist. Ich freue mich schon darauf, sie zu tragen.

Details:

  • Wolle: Blacker Yarns/Tamar Lustre Blend 4ply
  • Material: 100 % Wolle
  • Farben: Kensey, Red River, Camel, Shales Brook, Tresillian, Whity Brook, Ottery
  • Größe: 34
  • Nadeln: 2,5 mm und 3 mm
  • Muster: Mary Henderson/Cardigan Jura (The Knitter D)

Sommerstrickjacke

Diese Strickjacke habe ich rechtzeitig im Sommer fertig bekommen, kam aber erst jetzt dazu, den Beitrag zu schreiben.

Die Anleitung stammt von Annika Andrea Wolke und wurde in einer Ausgabe der englischen Simply Knitting veröffentlicht. Ich hatte von dem Garn noch zu Hause, also passte alles wunderbar. Schwierig war nur wieder, dass die kleinste Größe eine britische 8 war… Aber ich habe es dennoch versucht.

Das Muster ließ sich leicht merken, so dass ich die Jacke sogar zum größten Teil in der U-Bahn stricken konnte.

Vorderseite.

Zwischendrin habe ich dann festgestellt, dass ich die Anleitung leider nicht vollständig kopiert hatte. Das war vielleicht ärgerlich. Die letzte Seite fehlte! Und ohne die ging es nicht. Ich habe dann letzten Endes eine Online-Ausgabe des Heftes herunter geladen. Zukünftig werde ich aber besser drauf achten, dass alle Seiten der Anleitung da sind.

Knöpfe.

Passende Knöpfe habe ich im Wolleladen meines Vertrauens gefunden. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viel die Knöpfe ausmachen und wie schwer die Entscheidung hierzu fällt. Aber mit diesen Knöpfen bin ich sehr zufrieden.

Rückseite.

Auch die Rückseite hat das gleiche Muster. Dadurch wirkt die Strickjacke sehr leicht und schick. Sie ist wie gemacht für den Sommer. Leider ist der jetzt vorbei. Aber es kommt ja bestimmt wieder einer.

Details:

  • Wolle: Rowan Summerlite 4ply
  • Material: 100% Baumwolle
  • Farbe: SH 428, Lot 16985358
  • Größe: britische 8/10
  • Nadeln: 2,25 mm und 3 mm
  • Muster: Annika Andrea Wolke/Sping Lace
  • Wäsche: 40°C

Rotkäppchens Strickjacke

Meine große Patentochter wird heute zehn Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!

Sie wusste wieder ganz genau, was sie zum Geburtstag haben wollte: eine neue rote Strickjacke, größer und länger, so dass sie ihr lange passt. Am liebsten mit Taschen. Und Kapuze. Und Zopfmuster. Und Knebelknöpfen.

Alles klar. Also habe ich Anleitungen gewälzt und wir haben uns auf ein Modell geeinigt. Leider waren die Größenangaben der Anleitung nur bis 10 Jahre, und die Jacke sollte ihr ja länger passen als nur genau jetzt. Also musste ich rechnen, womit ich mich am Anfang sehr schwer getan habe. Aber nach einer Weile (und einem Fehlversuch) habe ich mich eingefuchst.

Herausgekommen ist das:

Es handelt sich um eine abgewandelte Anleitung von Patons für die Wolle Merino Extrafine Aran in der Farbe Burgundy. Am Ende ist die Jacke so groß geworden, dass sie sogar mir passt. Sie ist aber durch das Zopfmuster auch recht dehnfähig.

Das Zopfmuster zieht sich über das gesamte Oberteil, sowohl vorn als auch hinten. Die engen Zöpfe geben viel Elastizität.

Für die Knebelknöpfe bin ich am Ende mit der Jacke in den Wolleladen meines Vertrauens gegangen, und drei Frauen haben fachfraulich die allerschönsten Knöpfe ausgewählt.

Die Maschenanzahl beim unteren Teil und beim Zopfmusterteil ist übrigens gleich. Das Zopfmuster zieht sich einfach zusammen, woraus sich dann die Passform ergibt.

Die Wolle ist schön weich und die Farbe ist sowieso toll.

In Wahrheit sind beide Seiten gleich lang…

Von der Seite.

Ich habe zum ersten Mal eine Kapuze gestrickt, und es hat sogar Spaß gemacht.

Mir gefällt die Jacke sehr gut, und ich hoffe, meine große Patentochter wird lange Freude dran haben.

Details:

  • Wolle: Patons/Merino Extrafine Aran
  • 100 % Schurwolle
  • Farbe: 233
  • Partie: 2937
  • Größe: 164
  • Nadeln: 4,5 mm
  • Muster: Patons: „Girl’s Cardigan with Hood“
  • Pflege: Wäsche bei 40 °C im Schonprogramm, kein Trockner, flach trocknen

Warm – oben und unten

Meine große Patentochter wächst so schnell… Neulich kam der Hilferuf, dass ihr keine der selbstgestrickten Socken mehr passen.

Somit stand das nächste Geburtstagsgeschenk schon fest:

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Blau-grüne Socken im Zimtwaffelmuster.

Das Garn für diese Socken habe ich 2015 mit Ostereierfarben selbst gefärbt. Gestrickt habe ich sie mit einem Muster, das „Zimtwaffelmuster“ heißt. Auf alle Fälle recht kurzweilig.

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Socken in frühlingshaften Farben.

Aus diesem Garn habe ich schon ein anderes Paar Socken und fingerlose Handschuhe gestrickt. Sie sind aus dem Garn Meilenweit Aloha (Farbe 4001) von Lana Grossa. Bei diesen Socken kam das Kaffeebohnenmuster zum Einsatz, das ich nun schon ein paar Mal genutzt habe. Es macht wirklich Spaß und strickt sich schnell weg.

Damit nicht nur die Füße warm sind, sondern auch der Oberkörper, habe ich noch eine Strickjacke gestrickt.

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Rote Strickjacke.

Leider sitzt die Strickjacke etwas knapp. Ich habe sie nach der Anleitung für die Kinderjacke „Tiger Baby“ aus dem „Knitter“ (Ausgabe 24/2015) gestrickt. Also Vorsicht bei den Größenangabe an alle, die die Jacke nacharbeiten wollen. Die Größenangaben sind nach Jahren gestaffelt. Ich habe für eine Achtjährige die Angaben für neun bis zehn Jahre genutzt. Lieber eine Größe weiter gehen…

Die Jacke ist aus dem Garn Aire Valley DK der West Yorkshire Spinners. Das Garn besteht aus 75 % Wolle und 25 5 Nylon und ist bei 40 ° C waschbar.

Ich finde das Zopfmuster wunderschön. Die Jacke ist unten in einem Stück gearbeitet, Erst bei den Aussparungen für die Ärmel wird die Arbeit dann geteilt und jeweils einzeln hochgestrickt. Das Muster hat viel Spaß gemacht.

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Zopfmuster.

Damit das Muster gut zur Geltung kommt, empfiehlt sich eine helle Farbe. Passende Knöpfe habe ich dann im Wolleladen meines Vertrauens gefunden. Die Schattierung passt wirklich exakt. Erst dachte ich, die Knöpfe wäre vielleicht zu groß, aber sie fügen sich gut in die rustikale Jacke ein.

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Passende Knöpfe.

Ich bin sehr zufrieden mit der Jacke und nur ein wenig traurig, dass ich sie nicht doch noch etwas größer gemacht habe.

 

Sommer-Erinnerung

Was hatten wir für einen schönen Sommer! Bei uns hat es wochenlang nicht geregnet, Sonne satt, schön warm. Es war wunderbar draußen. Die Kehrseite der Medaille war natürlich, dass ich jeden Abend die Pflanzen gut wässern musste. Weswegen mein Sommerprojekt erst im September fertig geworden ist.

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Die Anleitung für diese Strickjacke wurde schon 2014 im „The Knitter“/deutsche Ausgabe veröffentlicht. So lange lag auch die Wolle dafür schon bereit. In der Anleitung ist die Jacke mehrfarbig vorgesehen. Das gefiel mir aber nicht, und die Einfarbigkeit tut ihr keinen Abbruch.

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Gestrickt habe ich sie aus Panama (LL 135 m/50 g, Zusammensetzung: 55 % Viscose, 33 % Baumwolle und 12 % Leinen) von Rowan. In der Anleitung sind insgesamt 300 g Wollbedarf angegeben. Dadurch, dass ich einfarbig gestrickt habe, bin ich mit 250 g dicke hingekommen.

Die Anleitung war gut verständlich. Auch die Wolle ließ sich gut verstricken. Sie ist angenehm weich, hat einen schönen Fall und einen ganz leicht seidigen Schimmer.

Mal wieder hatte ich bereits vor dem Stricken einen Knopf für das Projekt gekauft. Das mache ich bestimmt nie mehr. Denn beim zweiten Seitenteil kam ich zu dem Ergebnis, dass er farblich überhaupt nicht passt. Also musste ein neuer her, diesmal wirklich perfekt.

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Nur schade, dass der Einsatz der Jacke erstmal warten muss. Obwohl, vielleicht mit einem schwarzen Langarmshirt drunter…