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Juli-Blau

Während es im Juni noch viel rot gab, ist der Juli blau und manchmal lila.

Das Heidelbeer pflücken musste in diesem Jahr leider ausfallen. Meine Freundin konnte nicht, und außerdem war in den Tagen vorher die Autobahn aufgrund eines Waldbrandes gesperrt. So habe ich Heidelbeeren gekauft und damit Marmelade gekocht und Muffins gebacken. Nur leider war das nicht so fotogen.

Sommer-Rot

In diesem Sommer gibt es viel Rot. So war ich in den Erdbeeren, habe alle Johannisbeeren verarbeitet und viele rote Blumen blühen im Garten. Die Kirschen und die Himbeeren verfärben sich. Es ist einfach wunderbar, all dieses Rot zu sehen.

Gemüseschilder

Die Saison im Bauerngarten hat wieder begonnen. Und wie in jedem Jahr brauchen wir Schilder für die Gemüsekulturen. Das ist insbesondere am Anfang der Saison sehr wichtig, um nicht etwa aus Versehen die Möhren unterzuhacken.

Im letzten Jahr hatte ich ja Stofffahnen gebastelt. Das sah zwar sehr schön aus, war aber sehr zeitaufwändig. Zudem verblassten die Muster der Stoffe recht schnell. Auf dem Feld herrschen eben besonders extreme Bedingungen: Wind, Wasser, Sonne – alles ungebremst. Und so bin ich immer noch auf der Suche nach haltbaren und wiederverwendbaren Gemüseschildern.

Dieses Jahr habe ich Schilder aus Holz gebastelt. Das Holz ist einfaches „Bastelholz“ aus dem Baumarkt, das ich in Stücke gesägt habe. Am Anfang habe ich die Namen der Gemüsekulturen sehr geduldig mit dem Lötkolben eingebrandt.

Das dauerte mir dann aber zu lange und war auch zu aufwändig mit Gas nachfüllen und draußen arbeiten, so dass ich schließlich zu Pinsel und Stift gegriffen habe.

Anschließend habe ich teilweise das Holz lasiert, teilweise lackiert und teilweise beides nacheinander durchgeführt.

Am Sonntag haben wir die Schilder auf dem Feld aufgestellt. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich in der Praxis beweisen werden. Schön sehen sie jedenfalls aus.

Workshop „Fair Isle Circular Yokes“ bei Anniken Allis

Auf dem Edinburgh Yarn Festival habe ich auch einen Strickkurs besucht: Fair Isle Circular Yokes“ bei Anniken Allis.

Der Kurs fand im Water of Leith Visitor Center statt. Leith ist ein Fluss, der durch Edinburgh fließt und an dessen Ufer ein Wanderweg eingerichtet ist. Das kleine Visitor Center bietet Informationen zur Geschichte, Fauna und Flora. Es hat ein winziges Cafe und ein paar einfache Tagungsräume. Am Kurstag gab es ein ganz schönes Gedränge im kleinen Vorraum, weil so viele Frauen zu den beiden parallel stattfindenden Kursen drängten.

Wir waren eine recht internationale Gruppe: Schwedinnen, eine Norwegerin, eine Frau aus Belgien und eine aus Washington D.C (die noch unter Jetlag litt), mehrere Deutsche und natürlich ein paar Britinnen. Fast alle hatten ihre Hausaufgaben mitgebracht: drei Röhren, eine große und zwei kleine. Es gab für die Hausaufgabe wenig Vorgaben, nur die Maschenanzahl, aber alles andere konnte man frei gestalten. Daher war es sehr interessant, wie jede Teilnehmerin diese Angaben umgesetzt hatte. Zum Glück habe ich dieses Mal beim Fliegen auch meinen Koffer mitbekommen, so dass ich nicht am Abend vorher noch einmal in Panik meine Hausaufgaben erneut machen musste.

Anniken hat uns sehr professionell und geübt durch die einzelnen Arbeitsschritte geführt. Als erstes mussten die drei Einzelteile auf das Seil der Rundstricknadel kommen.

Gleichzeitig haben wir die Magic-Loop-Technik angewendet. Im Grunde lässt man dabei nur an zwei Stellen das Seil so heraushängen, dass man ansonsten rund stricken kann. Dadurch braucht man nicht auf ein Nadelspiel zu wechseln, wenn der Umfang immer kleiner und kleiner wird.

Unter den Achseln haben wir jeweils zwei Maschen der Ärmel und des Körpers auf Garn ruhig gestellt. Dadurch ist dann später beim Pulli mehr Raum unter den Achseln, was natürlich sehr angenehm ist. Von selbst hätte ich da gar nicht dran gedacht.

Dann ein paar Runden noch stricken.

Ich habe mich ja immer gefragt, wie man das komplizierte Muster und das Abnehmen von Maschen in Einklang bringen kann. Auch das ist ganz einfach, wenn man es weiss.

Man nimmt einfach nicht in den Musterrunden ab, sondern in den einfarbigen Runden…

Hier sind wir schon fast ganz oben. Wir haben dann noch German Short Rows eingefügt, damit der Pulli hinten höher wird als vorn.

Und hier das fertige Werk:

Leider war der Pulli für den Kleinen Bären viel zu groß. Aber ich finde ihn auch so sehr schön und bin stolz darauf, was ich in einem Vormittag in einer anderen Sprache so alles gelernt habe.

 

 

 

 

 

Frohe Ostern!

Ich wünsche Euch allen Frohe Ostern! Genießt die freien Tage, lasst Euch vom Wetter nicht deprimieren und habt eine gute Zeit.

Ich habe in diesem Jahr als Osternester ausgediente Konservendosen weiß grundiert und mit Serviettentechnik verziert. Zum Schluß wurde klar lackiert. Dann kamen Schokoladeneier ins Nest, welche dann kleine wollige Gesellen angelockt haben.

Der Igel knabbert an den Kräutern.

Das Rotkehlchen hat sich auf die Eier gesetzt.

Und für die Feiertage habe ich mir selbst auch ein Geschenk gemacht.

Sind die Farben nicht wunderschön?