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Lerwick und Bressay

Am Dienstag sah es zunächst ein wenig trübe aus. Der Wetterbericht sagte Regenschauer am Vormittag voraus und dann viel besseres Wetter. Also beschlossen unsere neuen Guides Martha und Malcie, das Programm etwas abzuändert. Wir würden erst ganz kurz Aufenthalt in Lerwick haben und dann nach Bressay zum Wandern übersetzen.

Und schon ging es los. In Lerwick angekommen, gingen die Interessen der Gruppe so weit auseinander, dass wir einfach kurzentschlossen jeder ein eigenes Programm absolvierten. Lerwick ist die Hauptstadt der Shetlands und verfügt über erheblich mehr Infrastruktur als die kleinen Orten, in denen wir bisher waren.

Lerwick.

Mich führte mein Weg als erstes ins Shetland Museum and Archives. Ich hatte mich schon vorher informiert und wusste, dass sie dort auch einiges an traditionellen Stricksachen ausstellen.

Traditionelle Fair-Isle-Stricksachen.

Wie zum Beispiel diese wunderschönen Fair-Isle-Stricksachen. Es gab auch einiges an Shetland Lace. Einige Tücher waren so fein und so groß, dass es ein Jahr gedauert hat, bis sie fertig wurden. Das hat mich sehr getröstet…

Interessant fand ich auch diese Darstellung.

Shetland Knifes.

Hintergrund ist, dass es auf den Inseln keine Erzvorkommen gibt.

Nach dem Museum und dem wunderbaren Museums-Shop (Postkarten!) lief ich zurück ins Zentrum von Lerwick. Im Museum hatte ich offenbar einen intensiven Regenschauer überhaupt nicht mitbekommen. In der Commercial Street kehrte ich erst beim Post Office ein, um die Briefmarken-Vorräte aufzufüllen und dann auch in einem Wolleladen von Jamieson & Smith. Ich habe aber keine Wolle gekauft. Nicht, weil ich nicht wollte. Ich war schlicht überwältigt und konnte in der kurzen Zeit diese Vielfalt nicht verarbeiten. Es gab naturgemäß ausschließlich Garne von Jamieson & Smith. Die Firma stellt im Prinzip ein paar verschiedene Garnstärken her. Jede Garnstärke gibt es dann in allen möglichen Schattierungen, die man sich nur denken kann und die waren alle nach Farbverlauf im Laden geordnet. Diese Vielfalt hat mich absolut erschlagen. Ich dachte dann, dass es vielleicht sinnvoller ist, ein Projekt in Ruhe zu planen und die benötigte Wolle übers Internet zu bestellen. Ich weiß ja dann jetzt, wo sie herkommt.

Nachdem ich bei der Tourist-Info noch einen Aufkleber für den Koffer erstanden hatte, ging ich langsam zurück zum Hafen.

Im Hafen von Lerwick.

Mit dieser kleinen Fähre setzten wir dann mit den Mini-Bussen nach Bressay über. Zehn Minuten dauerte die Fährfahrt.

Fähre nach Bressay.

Unterdess wurde es immer heller. Martha erzählte auf der Weiterfahrt, dass es Pläne gebe, eine Brücke nach Bressay zu bauen. Die Einwohner von Bressay sehen das mit gemischten Gefühlen. Natürlich ist es manchmal hinderlich, auf eine Fähre angewiesen zu sein. Andererseits sei es wohl auch ein schönes Gefühl, wenn die letzte Fähre gefahren sei und man nun endlich seine Ruhe habe…

Bressay ist mit 28 km² die fünftgrößte Insel in Shetland. Ca. 360 Leute leben hier. Es gibt zumindest einen kleinen Shop und ein Post Office, falls man mal die Milch vergessen hat.

Wir fuhren mit den Bussen zum Loch of Brough, wo wir parkten. Von dort startete dann unsere Wanderung. Zunächst folgten wir der Straße, vorbei am Ullins Water bis zum Noss Sound, wo eine kleine Fähre Fußgänger nach Noss übersetzt. Dort machten wir erstmal Pause und stärkten uns mit unserem Lunch.

Blick auf Noss.

Die kleine Fähre wird nur im Sommer betrieben. Noss ist berühmt für seine Seevogelkolonien. Aber wir blieben auf Bressay.

Der Noss Sound.

Diese Farben! Ich konnte mich an den unterschiedlichen Blautönen gar nicht satt sehen. Vor allem das Türkis war wirklich außerordentlich schön.

Fast karibische Farben.

Auf dem Weg hinter zur Fähre und damit zur Küste befand sich die Ruine eines Hauses.

Noss Sound mit Ruine.

Zunächst noch mit dem Blick nach Noss gegenüber wandten wir uns südlich und immer an der Küste lang. Natürlich im Uhrzeigersinn.

Blick hinüber nach Noss.
Und nach vorn, südlich die Küsten entlang.

Landeinwärts gesehen gab es ein Gebäude ganz oben auf dem Hügel. Es handelt sich um eine Aussichtshütte, die während des ersten Weltkrieges in Betrieb war.

Aussichtshütte.

Wir gingen weiter an der Küste entlang und wollten eigentlich noch zu einem Memorial bei Grutwick. Dieses wurde für einen Mann der Küstenwache errichtet, der zehn Schiffbrüchigen das Leben rettete, aber dann leider selbst umkam. Wir mussten allerdings vor dem Memorial abdrehen, da an der Küste Arctic terns nisteten. Diesen gefällt es überhaupt nicht, wenn man den Nestern zu nahe kommt und fliegen Scheinangriffe. Oder auch echte, wenn sie sich richtig bedroht fühlen.

Blick entlang der Küste nach Süden.

Das wollten wir nicht riskieren und natürlich auch die Vögel schützen. Also wandten wir uns landeinwärts und kamen an den Ruinen dieser Wassermühle vorbei. Wassermühlen muss es auf Shetland früher sehr viele gegeben haben. Das Wasser war wahrscheinlich einfacher zu kontrollieren als der Wind.

Überreste einer Wassermühle.

Weiter ging es landeinwärts an einem Loch vorbei.

Loch of Seligeo (?)
Blick zurück zur Küste.
Blick an der Küste entlang.
Blick zurück zum Loch.

Schließlich kamen wir an ein paar verfallenen Farmhäusern vorbei. Wohnhäuser, Ställe, Aufbewahrung. Auf alle Fälle hatten die Bewohnen damals einen schönen Ausblick.

Ruine eines Farmhauses.

Weiter landeinwärts und wieder Zivilisation in Sicht.

Haus mit wunderbarem Ausblick auf das Loch of Grimsetter.

Bäume sind auf Shetland immer eine Besonderheit. Dieser kleine Wald sieht aus, als hätten die Anwohner jedes Jahr ihren Weihnachtsbaum eingepflanzt. Oft sind solche Wäldchen von einer Steinmauer umgeben, um die Bäume vor dem Wind zu schützen. Und man muss schon mehrere ganz eng zusammenpflanzen, damit sie sich gegenseitig Schutz und Halt geben. Das Vorurteil, auf Shetland gäbe es keine Bäume, entspricht also nicht der Wahrheit. Aber einzelne Bäume hätten es wirklich schwer.

Wald auf Shetland.

Dann ging es an der Straße entlang wieder zu den Bussen zurück.

Zurück zu den Bussen am Loch of Brough.

Mit der Fähre waren wir dann bald wieder in Lerwick.

Blick rüber nach Lerwick.

Nach einem kurzen Halt beim Coop in Lerwick ging unserer Fahrt dann weiter nach Hillswick im nördlichen Mainland. Dort bezogen wir unser neues Quartier, das St. Magnus Bay Hotel. Unterwegs passierten wir die engste Stelle von Shetland Mainland. Dort ist wirklich links und rechts neben der Straße Meer. An dieser Stelle wurden oft Boote über Land gezogen, weil das viel Zeit sparender war, als um die ganze Küste herum zu segeln oder zu rudern.

Beim Abendessen hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Bucht. Beim Nachtisch gab es noch einmal ein wenig Aufregung, weil jemand auf dem Wasser einen Otter gesehen zu haben glaubte. Draußen war dann natürlich nichts zu entdecken. Die Hotel-Besitzer erzählten uns aber, dass sich tatsächlich eine Otterfamilie unter dem Hotel eingenistet habe, man sie also immerhin hören könne. Ich habe gut geschlafen und keine Otter gehört. Aber der Gedanke ist sehr schön.

Jarlshof, Mousa und Sumburgh Head

Am Montag erwachte ich zu grauem Himmel und Nebel.

Sumburgh Head im Nebel. Immerhin sieht man noch die Shetland Ponies.

Ich war schon vor dem Frühstück unten an der Küste, aber die Sicht war wirklich bescheiden.

Unsere Guides James und Rob beschlossen daraufhin, das Programm zu ändern. Wir würden nicht, wie geplant, als erstes zum Sumburgh Head laufen und Vögel ansehen, sondern zum Jarlshof nebenan gehen. Wer das nicht wollte, der konnte mit Rob zu einer anderen Stelle an der Küste fahren.

Erster Blick auf Jarlshof.

James führte uns ganz kurz und schnell durch den Jarlshof. Jarlshof ist eine Ausgrabungsstätte, die Häuser aus verschiedenen Siedlungsepochen zeigt. Mehr dazu dann später in einem eigenen Blogbeitrag, weil ich mir das im Nachgang noch einmal ausführlicher und bei besserem Licht angesehen habe.

Dann ging es mit den Mini-Bussen nach Sandwick, wo die Fähre nach Mousa ablegt.

Erster Blick auf Mousa.
Die kleine Fähre nach Mousa transportiert Menschen und manchmal Schafe.

Mousa ist eine kleine, nur von Schafen und vielen Vögeln bewohnte Insel. Mousa ist geteilt in die Nordinsel und die Südinsel. Das erscheint seltsam, denn es ist wirklich, wie gesagt, nur eine Insel. Die Nordmänner bezeichneten aber alles als Insel, um das sie in einem Schiff herumfahren konnten. Das Herumfahren beinhaltete ebenfalls, an einer Landenge ein Schiff über Land zu ziehen. Daher stammen die alten Bezeichnungen.

Steinmännchen in Mousa.

Um Mousa kann man wunderbar herumlaufen. Das machten auch wir, und zwar natürlich im Uhrzeigersinn.

Küste von Mousa.
Mauer der storm petrels.

Die Mauer auf dem obigen Bild sieht so unscheinbar aus, hat es aber in sich. Sie wird bewohnt von storm petrels (Sturmschwalben), die unter besonderem Schutz stehen und zwischen oder unter den Steinen nisten.

Ganz besonders gern nisten die storm petrels auch im Mousa Broch, einem Turm aus der Eisenzeit.

Erster Blick auf Broch of Mousa.

Die Meinungen der Historiker gehen auseinander, wie genau diese Türme aussahen (hatten sie ein Dach? Falls ja, wo kam das Holz dafür her?) und welchen Zwecken sie dienten (Schutz vor Angriffen, vor Wetter, Aufbewahrungsort). Fest steht jedenfalls, dass derjenige auf Mousa das beste erhaltene Exemplar ist.

Außen mit Flechten bedeckt.

Am Broch gab es erstmal Lunch. Inzwischen hatte auch der Nieselregen aufgehört, so dass es ein gutes Picknick wurde.

Aussicht bei der Mittagspause.
Der Broch von innen.

Den Turm kann man auch besteigen. Die Brochs bestehen immer aus zwei Wänden, die ein wenig Raum lassen und zwischen denen man hochgehen kann. Die Stufen sind mini-schmal und unten ist es absolut dunkel. Gut, dass es ein Geländer gab, daran konnte man sich gut hoch ziehen.

Vogelperspektive.

Das ist kein storm petrel, sondern wahrscheinlich ein black guillemot… Von oben gab es eine gute Aussicht, mal abgesehen vom Nebel.

Blick auf die Steilküste.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Mousa auch von Menschen bewohnt. Zuletzt lebten hier Mrs. Anne Pyper (73 Jahre alt), drei Dienstmägde und ein Lodger (30 Jahre alt). Das fällt wohl unter Anekdoten…

Das nächste Bild zeigt nicht etwa das alte Wohnhaus, sondern die Click Mill.

Ruine der Click Mill.
Blick zurück auf den Broch.

Um die restliche Insel herum ging es wieder zum Anleger. Übrigens zählt die Besatzung der Fähre die Leute, die sie zur Insel hinbringt und wieder mitnimmt, um sicherzustellen, dass niemand vergessen wird. Da wir alle sehr pünktlich waren, hatten wir noch Zeit für eine kleine extra Tour mit dem Boot noch einmal zum Broch.

Letzter Blick auf den Broch of Mousa.

Dann fuhren wir zurück nach Sumburgh. Der Nebel hatte sich inzwischen gelichtet und so machten wir uns auf dem Küstenpfad auf zum Sumburgh Head.

Auf dem Küstenpfad.

Sumburgh Head ist ein RSPB Reserve. Natürlich gibt es den Leuchtturm, das Besucherzentrum und noch ein paar Gebäude drum herum. Absolutes Highlight sind aber hier die Seevögel, die an den Klippen nisten: Kittiwakes, Guillemots, Razorbills, Fulmars und Puffins.

Immer bergan.
Und über ein Stile.
Blick zurück entlang der Küste.

Die Puffins sind natürlich der absolute Star, aber recht schwierig zu beobachten. Sie leben in kleinen Höhlen im Fels und brüten dort. Von dort fliegen sie auf Beutezug, um kleine Sandaale zu fangen. Sie sind eines der Wahrzeichens Shetlands und wirklich unheimlich schön anzusehen.

Puffin auf Ausguck.
Puffin zwischen den Blumen.

Die Puffins waren für mich das absolut größte an diesem Tag. Es war das erste Mal, dass ich welche in freier Wildbahn gesehen habe. Sie machen sehr seltsame Geräusche, die man ihnen gar nicht zutrauen würde. Und sie sind viel zierlicher, als sie auf Fotos wirken, wo der Vergleichsmaßstab fehlt. Ich hätte ihnen noch stundenlang zusehen können.

Schließlich aber mussten wir wieder zum Hotel zurück. Eine kleine Gruppe von uns stieg auf dem Rückweg noch auf den zweiten Hügel in Sumburgh auf, auf dem Radargeräte und Flughafenzubehör untergebracht sind. Von dort hatten wir auch einen guten Blick auf die Landebahn.

Blick auf die Landebahn.

Das Wetter abgesehen vom Nieselregen ganz gut, und der stetige Wind hat uns wieder schnell getrocknet. Es waren um die 15°C. Ein schöner Tag mit Puffins!

St. Ninian’s Isle

Am Flughafen wurden wir abgeholt und stoppten nur ganz kurz am Hotel, um die Koffer abzuwerfen. Dann ging es weiter zur St. Ninian’s Isle, wo wir den Rest der Gruppe trafen und nach dem Picknick-Lunch die erste Wanderung begannen.

St. Ninian’s Isle von Mainland aus gesehen.

James führte uns über St. Ninian’s Isle. Die Insel ist über einen Sandstreifen von Mainland aus gut zu Fuß zu erreichen. Dieser Strand wird wohl nur in den schlimmsten Winterstürmen überspült. Das shetländische Fachwort hierfür ist „ayre“.

Trockenen Fußes auf die Insel.

Man kann ohne weiteres um die ganze Insel herumlaufen, die 72 Hektar groß ist. Auf kleinen Schafspfaden und über Stiles. Die Küste ist wie meist in Shetland eine Steilküste mit eindrucksvollen Klippen.

Steilküste von St. Ninian’s,

Wir sind im Uhrzeigersinn um die Insel gegangen. In Shetland macht man traditionell alles im Uhrzeigersinn: Laufen, Boote wenden und so weiter. Relativ am Anfang sind wir an einer alten Quelle vorbei gekommen, die inzwischen allerdings nicht mehr sehr vertrauenserweckend für Trinkwasser aussieht.

Alte Quelle.

Immer wieder anders ist die Steilküste, mit Blick auf vorgelagerte Felsen und kleine Buchten.

Steilküste auf St. Ninian’s.

Die größeren Felsen werden hauptsächlich von Seevögeln bewohnt.

Vorgelagerter Felsen.
Mit Möwe.
Noch mehr Steilküste.

Die kleine Mauer auf dem nächsten Bild ist der Überrest eines Schutzraumes bzw. einer Wachstation. Dort hielten im ersten und zweiten Weltkrieg Männer, die nicht gemustert wurden, Ausschau nach Kriegsschiffen.

Reste eines Schutzraumes.

Viele der Buchten sind sehr geschützt und daher ein ideales Revier für Seehunde.

Geschütze Bucht.

Schließlich befinden sich auf der Insel noch die Überreste von St. Ninian’s Chapel aus dem 12. Jahrhundert. St. Ninian selbst war wahrscheinlich nie hier, aber ihm ist dennoch diese Kapelle gewidmet. Die Mönche waren aber nicht die ersten, die sich hier ansiedelten. Es gibt auch Funde aus neolithischer Zeit.

St. Ninian’s Chapel

Die Kapelle ist berühmt, weil in ihr ein Silberschatz aus dem 8. Jahrhundert gefunden wurde. Der Schatz fand sich in einer schon leicht verrotteten Kiste unter einer Platte und wurde offensichtlich in großer Eile versteckt, wahrscheinlich vor einem Wikinger-Angriff.

Silberschatz.

Die Fundstücke befinden sich im Museum in Edinburgh. Sehr zum Ärger der Shetlander, bei denen sich im Museum in Lerwick nur Repliken befinden. Laut James war die Entschuldigung früher, dass Shetland kein geeignetes Museum habe. Dieses ist zwischenzeitlich errichtet, aber die Originale sind trotzdem nicht nach Shetland zurück gekommen.

Rückweg.

Über den Strand ging es dann wieder zurück nach Mainland.

Den restlichen Abend verbrachten wir mit der Suche nach Orcas, die wir aber nur von sehr weit weg sehen konnten. Daher gibt es von den Walen leider keine Fotos.

Das Wetter war super, wenig Wind, viel Sonne, ca. 16°C.

Reise in den Norden

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. So sagt das Sprichwort. Die erste Erfahrung der Reise in den hohen Norden war, dass alles nicht immer so abläuft, wie man sich das vorgestellt hat.

Ich wollte gern auf die Shetland Inseln. Eigentlich zur Shetland Wool Week 2019. Die ist Ende September/Anfang Oktober. Als ich mich im Dezember 2018 damit beschäftigt habe, konnte ich aber in Lerwick in dieser Zeit kein vernünftiges Quartier mehr finden. Es schien, als hätten sich alle Teilnehmer nach der letztjährigen Veranstaltung ihre Unterkunft gleich wieder gesichert.

Also habe ich mich nach anderen Möglichkeiten umgesehen, Shetland zu erkunden und bin dabei auf die Seite von Shetland Nature gestoßen. Insbesondere die Wandertour hat es mir angetan.

Also habe ich die Reise Anfang des Jahres gebucht und auch meine Flüge. Es ist nicht so einfach, von hier nach Shetland zu kommen. Die einzige Verbindung von nur einer Fluggesellschaft war mit British Airways. Dauer: Insgesamt zehn Stunden. Umsteigen in London und Glasgow. Ich hatte extra Zeit in London eingeplant, weil es da ja manchmal Probleme gibt. Mit Problemen an anderer Stelle hatte ich nicht gerechnet. Doch dann strandete ich am Samstag in Glasgow, weil das Flugzeug wegen starken Nebels in Sumburgh auf den Shetlands nicht landen könnte. Der Flug wurde gestrichen.

Da gab es natürlich große Aufregung am Flughafen. Die positive Seite war, dass ich auf diese Art und Weise gleich sieben andere Teilnehmer der Wandergruppe treffen konnte. Nach einigem Hin und Her konnten immerhin sechs von uns insgesamt acht Leuten am nächsten Tag fliegen. Die anderen beiden mussten auf die Fähre von Aberdeen ausweichen, was einen Tag weniger in Shetland bedeutete.

Wir wurden von Loganair für eine Nacht im Flughafen-Hotel untergebracht und erhielten sogar ein Abendessen.

Vegetarisches Curry

Bei einem Spaziergang durch die nähere Umgebung entdeckte ich dieses Baum-Programm. Was es nicht alles gibt…

Am nächsten Morgen, also am Sonntag, ging es endlich los.

Es geht los…

Über der Nordsee klarten die Wolken auf. Unterwegs hatten wir einen guten Blick auf die Orkney-Inseln, auf Fair Isle und dann auf Shetland.

Beim Anflug auf Shetland wurde schnell klar, warum der Flug abgesagt wurde. Die Landebahn in Shetland ist so kurz, dass man sie schon richtig treffen muss, sonst wird das nichts. Der Pilot muss das Flugzeug rechtzeitig zum Stoppen bringen, sonst landet man im Wasser.

Endlich glücklich und sicher in Sumburgh angekommen.

Sumburgh

Noch ein paar Fakten über Shetland: Ausgenommen die abseits liegenden Inseln Fair Isle und Foula, erstrecken sich die Inseln über ein 80 km mal 120 km großes Areal zwischen dem 59. und 61. Breitengrad und bilden den nördlichsten Teil des Vereinigten Königreichs. Von den 1.426 km² Fläche entfallen etwa zwei Drittel auf die Hauptinsel Mainland. Administratives Zentrum und größte Stadt der Shetlands ist Lerwick auf Mainland. Insgesamt gibt es ca. 23.000 Einwohner und massig viele Schafe.

Eine Woche Picknick

Eine Woche Picknick – fast immer bei guten Wetter draußen. Rate mal, wo das sein könnte…

Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag

Auf alle Fälle gibt es viel Wasser dort.