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Nochmal fingerlose Handschuhe

Den ersten Handschuh habe ich noch im alten Jahr gestrickt, der zweite blieb dann aber lange liegen, weil sich andere Projekte dazwischen geschummelt haben. Nun sind endlich beide Handschuhe fertig und einsatzbereit. Morgens ist es auch immer noch ganz schön frisch, so dass sie gute Dienste erfüllen werden.

Klare, kräftige Farben.

Die Wolle lag schon sehr lange in der Sockenwollkiste. Ein 50 g Knäuel, also für Socken zu wenig, aber ausreichend für Handschuhe. Für Regiawolle fand ich sie aber ungewöhnlich rauh. Mal sehen, ob sich das beim Waschen und Tragen ein wenig ändern wird.

Auf den Farbverlauf habe ich dieses Mal keine Rücksicht genommen, um die Wolle möglichst gut auszunutzen. Ich finde, die Handschuhe können auch mal ungleich aussehen; man merkt auch so, dass sie zusammen gehören.

Schön Bunt.

Details:

  • Wolle: Regia Design Line by Kaffe Fesset
  • Material: 75% Wolle, 25 % Polyamid
  • Lauflänge: 210 m/50 g
  • Farbe: 04259/Partie: 66343
  • Nadeln: 2,5 mm
  • Muster: Fingerless Mittens aus „One Skein Sock Yarn Wonders“
  • Wäsche: 30°C, kein Trockner

Frühlingsfrische Kissenbezüge

Heute hat eine gute Freundin Geburtstag. Als Geschenk habe ich ihr frühlingsfrische Kissenbezüge genäht.

Den Stoff habe ich bei der Quiltzauberei ausgegraben. Leider gab es die anderen Stoffe aus der Serie nicht, so dass ich dieses Mal kein Patchwork gemacht habe. Aber das Muster ist so schön, dass es auch für sich alleine wirkt.

Ich habe den Stoff so zugeschnitten und die Teile dann so zusammen genäht, dass die Hasen nicht Kopf stehen müssen. Das wäre bei dem kleinteiligen Muster zu unruhig geworden.

Den Verschluss bilden Knöpfe aus der Fundkiste, da die Läden wegen Lockdown geschlossen sind und ich Knöpfe einfach wirklich nicht passend über das Internet aussuchen kann.

Etwas versteckt habe ich mein Label aufgenäht.

Und der zweite Bezug. Zwei Kissen machen einfach mehr her.

Die Rückseite ist ebenso gestaltet.

Aber mit anderen Knöpfen.

Na, dann kann der Frühling ja kommen. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Celtic Cable Shawls: Ishneich

Aus dem wunderbaren Buch „Celtic Cable Shawls“ von Lucy Hague habe ich das nächste Tuch gestrickt: Ishneich.

Das neue Tuch in seiner ganzen Schönheit.

Das Tuch startet mit einem relativ einfachen Stück Dreieck, sozusagen mit Streifen.

Streifen machen den Anfang.

Dann folgt der Zopfteil, der schon ziemlich anspruchsvoll ist. Ich habe mich am Anfang einmal total verhauen, weil ich um ein paar Maschen verschoben war und musste wieder ein Stück auftrennen. Das war ziemlich kniffelig, denn ich wollte ja keine Laufmaschen haben. Zum Schluss gibt es dann noch die Borte, die an den langen Seiten des Dreiecks entlang gestrickt wird und mit der die Maschen dann gleichzeitig auch abgekettet werden.

Zopfmuster und Abschlussborte.
Die Spitze.
Andere Seite.
Oberer Abschluss.

Für das Tuch habe ich von September bis Dezember 2020 gebraucht, unter anderem aber auch, weil ich zwischendrin einiges anderes gefertigt habe. Auf jeden Fall muss man sich hoch konzentrieren, da auch in den Rückreihen Muster gestrickt wird.

Geschafft!

Details:

  • Wolle: Malabrigo Sock
  • Material: 100 % Merino
  • Lauflänge: 402 m/100 g
  • Farben: Aguas und Pocion
  • Nadeln: 4 mm
  • Muster: Ishneich/Celtic Cable Shawls/Lucy Hague
  • Wäsche: Handwäsche

Blaue Socken zum gesund werden

Für eine Freundin habe ich blaue Socken gestrickt und damit ein Weihnachtsversprechen eingelöst. Die richtige blaue Wolle hat es erst ganz kurz vor Weihnachten aus der UK zu mir geschafft, und so war es nicht drin, die Socken noch im alten Jahr fertig zu stellen.

Wunderbarer Blauton.

Beim Muster war ich erst ein wenig unschlüssig. Eigentlich wollte ich ein Hebemaschenmuster aus der „Little Box of Socks“ verwenden. Das gefiel mir dann aber mit der Wolle nicht, weswegen ich wieder bis zum Ende des Bündchens aufgetrennt habe. Schließlich bin ich mal wieder beim einfachen Zopfmuster gelandet.

Easy Cables

Das Zopfmuster wiederholt sich am Schaft vier Mal und wird dann über den Fuß oben weiter geführt. Die Sohle ist natürlich glatt rechts gestrickt.

Zöpfe auf dem Fuß und Spitze mit Maschenstich.
Fuß von der Seite.

An der Ferse ist ein kleines „falsches“ Zopfmuster gearbeitet, ohne Zopfnadel.

Die Ferse mit Mini-Zöpfen.

Beim Stricken habe ich ganz viele gute Wünsche und positive Gedanken einfließen lassen. Meine Freundin ist momentan leider krank, was wohl auch ihr Kälteempfinden durcheinander gebracht hat. Daher sollen die Socken in ihrer Lieblingsfarbe blau dabei helfen, ihre Füße schön warm zu halten. Daher habe ich mich für eine besondere Wollzusammensetzung entschieden: Bluefaced Leicester, Wensleydale und Alpaka (natürlich auch ein wenig Nylon). Ich hoffe, es hilft.

Warme Socken.

Details:

  • Wolle: 4ply Britsock von The Knitting Goddess
  • Material: 40 % British Bluefaced Leicester, 20 % British Wensleydale, 20 % British Alpaca und 20 % Nylon
  • Lauflänge: 400 m/100 g
  • Farbe: Blue (Batch 18P)
  • Nadeln: 2,5 mm
  • Muster: Easy Cable Socks von Winwick Mum
  • Größe: 41
  • Wäsche: Handwäsche

MKAL 2020 von Stephen West

Im letzten Oktober fand der alljährliche Mystery Knit Along (MKAL) von Stephen West statt. Ich habe bisher immer gedacht, dass Stephen West Designs viel zu kompliziert für mich sind. Zusammen mit meiner Freundin in Amsterdam habe ich mich dann aber in diesem Herbst getraut mitzumachen.

Die Vorbereitungen begannen bereits im Spätsommer. Im September gab es ein Webinar zur Farbauswahl für den MKAL und bald darauf gab es auch Kits zu bestellen. Da ich an dem Webinar nicht teilnehmen konnte, wollte ich mich lieber auf den Meister selbst verlassen und bestellte ein Kit in schönen Blautönen. Nur leider war das Shop-System völlig überfordert vom Ansturm der Besteller und verkaufte mehr Sets als eigentlich vorhanden waren. Ich erhielt daher eine freundliche Mail, ob ich lieber eine andere Farbkombi hätte oder noch ein wenig warten wolle, bis meine Farben nachgefärbt sind. Ich wollte warten. Bald darauf kam eine weitere freundliche Mail, dass der Färberin nun leider die Wollbasis ausgegangen sei und ob ich auch mit anderer Wolle einverstanden sei. Alles, nur meine Farben! Zwei Tage vor Beginn des MKAL kam dann zum Glück die Wolle noch rechtzeitig bei mir an. Das Warten hatte sich doch gelohnt.

Wunderschöne Farben für den MKAL.

Insgesamt fand ich den MKAL gut zu bewältigen. Die Anleitung ist sehr genau, detailliert und korrekt geschrieben. Es gab ergänzend Tutorials per Video und bestimmt auch ganz viel Austausch in Social Media, an dem ich aber nicht teilgenommen habe.

Das Stricktempo ist relativ hoch, denn der ganze MKAL ging in vier Wochen über die Bühne. Das habe ich natürlich nicht annähernd geschafft. Aber das war ja auch egal. Es soll ja Spaß machen und so habe ich das Tuch halt einfach in meinem eigenen Tempo gestrickt.

Die einzelnen Abschnitte waren sehr graphisch geprägt. Allgemeines Thema waren „slipped stiches“. Sehr faszinierend, was man da so alles machen kann. Der erste Teil war ein Wabenmuster in 3 D, sehr beeindruckend.

Wabenmuster in 3 D

Die Waben bekamen dann eine Umrandung. Da in diesem Teil der Farbunterschied zwischen meiner Hauptfarbe und der Kontrastfarbe nicht klar genug hervor kam, setzte ich noch einen Rest weißes Mohairgarn ein.

Mit Umrandung.

Hier noch ein Detail:

Die Umrandung auf den Nadeln.
Und nach dem Spannen.

An dieser Stelle habe ich weißes Mohair-Garn hinzugenommen, da mir der Kontrast zwischen dem kräftigen blau und dem teal aufgrund der schnellen Farbwechsel zu sehr verwischte. An dieser Stelle ist das Tuch nun besonders kuschlig.

Weiter ging es mit einem Bereich, der Diamanten-Muster genannt wurde. Ich finde die Farbblöcke sehr interessant und plakativ. Die unterschiedlichen Farben kommen hier gut heraus.

Diamanten-Muster.

Ein weiterer Teil formte sich durch abwechselnde und unterschiedlich hohe Hebemaschen, ein wenig wie ein Schachbrett.

Checkers.

Zum Abschluss gab es dann noch mal etwas ganz besonderes, nämlich erst Dreiecke und dann Zacken. Ich habe hier die volle Breite laut Anleitung ausgeschöpft, denn diesen Teil habe ich optisch besonders genossen.

Und Chevrons, gib mir mehr Chevrons.

Unterwegs haben meine Freundin und ich uns immer wieder gewundert, wo denn die Reise noch hin gehen soll und wie riesig das Tuch wohl werden wird. Es schien gar nicht mehr aufzuhören. Es wurde nicht nur immer größer, sondern auch immer schwerer, was bei mir dazu führte, dass einen schönen Stricktages meine Holznadel von Knit pro am auswechselbaren Nadelseil einfach durchbrach. 3 mm Nadeln sind eben auch nicht die stabilsten.

Das Tuch ist wirklich sehr, sehr groß geworden, aber auch sehr, sehr schön. Ich bin überaus zufrieden. Meine Freundin war Anfang Dezember fertig, ich Mitte Dezember. Alleine drei Tage dauerte das Spannen…

Die Wolle war zwar nicht immer einfach zu verstricken, weil eben nur ein Single Yarn. Ich musste aufpassen, dass ich mit der Nadel nicht ins Garn stach. Aber es ist wunderschön weich, und die Farben sind sehr intensiv.

Das Tuch nach dem Spannen in voller Pracht.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und auch sehr stolz auf mich, dass ich das alles so gut geschafft habe.

Details:

  • Wolle: Sassy Singles von Quing Fibre
  • Material: 100 % SW Merino
  • Lauflänge: 400 m/100 g
  • Farben: slate (=Dunkelgraubraun), smoke (=hellblau), orinami (=petrol) Hero (=royalblau)
  • Nadeln: 3 mm
  • Muster: Slipstravaganza von Stephen West (MKAL 2020)
  • Wäsche: Handwäsche