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Blogtober 2022

Sonntag, 02. Oktober 2022

Ganz spontan habe ich mich gestern entschlossen, in diesem Jahr beim Blogtober mitzumachen. ich habe dabei keine schriftstellerischen Ambitionen, sondern werde einfach aus dem Alltag berichten. Vielleicht wird ja im Oktober noch das eine oder andere Projekt fertig.

Gestern war World Postcard Day. Das habe ich genutzt, um bei Postcrossing ausgiebig Postkarten zu schreiben. Elf Stück waren es dann am Ende. Ich habe mir im Vorfeld Karten aufgespart, damit das auch möglich wurde.

World Postcard Day am 01. Oktober 2022

Heute haben wir die letzten eingeworfen, nachdem ich gestern Mittag vor dem großen Regen schon einen Schwung zum Briefkasten gebracht haben.

Da das Wetter heute im Ergebnis besser war als angesagt, gab es einen Spaziergang im Britzer Garten. Dort sieht es in diesem Jahr schon früh herbstlich aus. Ich denke, das hängt mit den kalten Nächten zusammen.

Blick auf den See im Britzer Garten.

Nachmittags habe ich einiges an Gemüse aus dem Garten und Bauerngarten verarbeitet. Das Ergebnis ging gut weg: Champignons, Tuscanische Kartoffeln, vegetarisches Huhn mit Pflaumen Ofentomaten, Grüne Bohnen. Nicht im Bild sind ein paar geschmorte Pflaumen für den Porridge.

Die Ofentomaten sind schon weg.

Zwischendrin habe ich Pistazienkekse gebacken.

Pistazienkekse mit Ricotta.

Nun widme ich mich noch meinem Hörbuch, entweder beim Stricken oder Spinnen.

Ein ruhiger Sonntag.

Shetland Wool Week Hat

Es ist wieder Shetland Wool Week. Zum ersten Mal sein zwei Jahren konnte sie wieder vor Ort statt finden.

Da es aber nach Shetland sehr weit ist, habe ich mich damit begnügt, die diesjährige Mütze zu stricken.

Für jede Wool Week gibt es einen Patron, der sich ein Mützen-Design ausdenkt. In diesem Jahr ist es Linda Shearer, die ihre Mütze Bonnie Isle Hat genannt hat. Sie lebt auf Whalsay, was auch „Bonnie Isle“ genannt wird.

Für die Mütze gab es fünf verschiedene Kits. Ich habe mich für die Variante 3 entschieden, mit Garnen von Uradale Yarns. Das Garn ist 2ply Jumper Weight und besteht zu 100 % aus organischer Shetland Wolle.

Uradale bleicht die Wolle vor dem Färben nicht. Dadurch ist in der Wolle mehr Lanolin als gewöhnlich enthalten, was ich beim Stricken wohltuend gemerkt habe. von den Farben sind nur zwei aktiv (Roanberry Meal und Roanberry Heath) gefärbt. Die anderen ergeben sich aus dem natürlichen Fleece der Schafe.

Das Garnpaket ist da!

Die Muster haben eine ganz besondere Bedeutung. Die Kette symbolisiert die Verbindung zwischen den Teilnehmern der Wool Week. Der Anker vermittelt das Gefühl von geerdet sein und beschreibt die Fähigkeit, mit allen Herausforderungen im Leben fertig zu werden. Die Krone stellt das Spinnrad dar, das Linda Shearer an ihre Mutter erinnert.

Detailaufnahme.
Die Spitze von oben gesehen.

Es hat großen Spaß gemacht, die Mütze zu stricken. Das Muster war auch nicht zu kompliziert.

Ein Anfang ist gemacht.

Natürlich musste ich die ganze Zeit die Anleitung verfolgen. Aber es ergab sich ein guter Rhythmus, so dass ich in einen guten Strickfluss kam.

Das fertige Stück.

Details:

  • Wolle: 2ply Jumper Weight/Uradale Yarns.
  • Material: 100 % Organic Shetland Wool.
  • Lauflänge: 86 m/25 g
  • Farben: Aetmeal, Roanberry Meal, Roanberry Heath, Graeff, Flukka.
  • Nadeln: 2,75 mm und 3 mm
  • Muster: Bonnie Isle Hat von Linda Shearer
  • Wäsche: 30 Grad C, Wollwäsche

Happy Days

Wieder ein etwas älteres Design von Cotton & Twine (Juli 2020), das ich glücklicherweise noch ergattern konnte. Ich habe es in diesem Sommer recht zügig gestickt.

Es geht los.

Mir gefallen die Farben sehr gut. Die Fenster und Türen in jedem Häuschen sind unterschiedlich gestaltet, was ich beim ersten Blick auf das Design gar nicht durchschaut hatte. Es war eine reine Freude, das Stickbild Stich für Stich zu vollenden.

Drei Häuser und zwei Fische.

Schließlich habe ich es vorsichtig und indirekt gebügelt

Das Stickbild ist fertig und zerknautscht.

und auf die kleine Tasche genäht. Das ist nicht etwa irgendeine Tasche, sondern laut Anhänger eine Jute-Tasche. Jute wird vom Hersteller Westford Mill als eine der stärksten Naturfasern beschrieben. Für den Anbau ist keine zusätzliche Bewässerung, kein Dünger und kein Pestizid erforderlich. Die Ernte kann schon nach sechs Monaten erfolgen. Na, da sind wir mal gespannt, wie langlebig sie sein wird.

Ta-Dahhhh!

Eine wunderbare Erinnerung an diesen Sommer.

Details:

  • Cotton & Twine (Historic Sampler Co. Ltd.)/Juli 2020 Design
  • Zweigart 16 count Aida
  • DMC Stickgarn Baumwolle
  • Jute Bag

Backtage

Heute gibt es mal eine Rückschau zu den gesammelten Backtagen der letzten Monate. Lediglich während der Hitzeperiode in diesem Sommer habe ich pausiert. Es gab herzhaftes und süßes Gebäck, neue Varianten und ein paar Versuche.

Im Bauerngarten war in diesem Jahr die Zucchini-Ernte sehr ertragreich. Diese wurden zu Zuchini-Slices und Muffins.

Zuchhini-Slices.
Polenta-Zucchini-Feta-Muffins.
Griechisches Zucchini-Omelette.

Inzwischen ist der Kürbis reif. Der erste Kürbis wurde zu Crumble und Suppe. Der zweite Kürbis wartet noch auf seine Verarbeitung.

Kürbis-Crumble
Kürbissuppe.

Ich habe zudem ein paar neue Frühstücksideen ausprobiert: Baked Oats und Getreidebrei.

Hirsebrei.

Etwas süßes durfte natürlich auch nicht fehlen.

Lemon Shortbread.
Peanutbutter-Cookies.

Bliss Balls habe ich neu ausprobiert. Die Herstellung ist super einfach, wenn man eine leistungsstarke Küchenmaschine hat. Und sie schmecken viel besser als die gekauften.

Blissballs.
Zitronen-Pistazien-Kuchen.

Auch das herzhafte Backen kam nicht zu kurz. Die ersten Kartoffeln wollten verarbeitet werden. Sie wurden unter anderem zu Kartoffelbrötchen.

Kartoffelbrötchen.

Auch meinen Backkalender nutze ich weiterhin eifrig. So entstanden die ganz besonders schönen Leopardenbrötchen.

Zwischendrin musste auch mal eine Brotbackmischung reichen.

Brotbackmischung.

Gestern habe ich die Backstube für Sauerteig wieder eröffnet und dieses Krustenbrot gebacken.

Krustenbrot im Anschnitt.
Direkt nach dem Backen.

Auch bei steigenden Energiepreisen hat das selbst ! Backen den Vorteil, dass ich genau weiß, welche Zutaten in meinem Brot sind und dass keine unnötigen Zusatzstoffe enthalten sind. Und der Duft von frisch gebackenem Brot ist einfach wunderbar.

Garter Marler Cardigan

Nach dem Garter Marler Sweater kommt nun der Garter Marler Cardigan von Stephen West. Der Pulli ist schon weiter verschenkt und gut angekommen, die Strickjacke aber bleibt bei mir.

Die Strickjacke in voller Pracht.

Auch bei diesem Projekt wurden jeweils zwei Stränge Wolle in Sockenwollstärke zusammen verstrickt. Durch den Wechsel von jeweils einem Faden verschmelzen die Farben ineinander. Die Strickjacke ist kraus rechts von oben nach unten in einem Stück gestrickt, die Ärmel wurden dann angesetzt.

Ein Anfang ist gemacht.

Begonnen habe ich im Sommer, als es noch super heiß war. Mit dem Korb voller Wollreste saß ich manchmal abends auf der Terrasse und habe bunt gemischt, was mir gerade in die Finger kam.

Eine bunte Mischung.

Für die Ärmel habe ich mir die Knäuel aufgereiht und streng nach dieser Reihenfolge gearbeitet, jeweils für vier Reihen, damit die Abfolge an beiden Ärmeln gleich ist. Das hat sehr gut geklappt.

Ein Arm ist geschafft.

Die Knöpfe sind alte Holzknöpfe, die ich in einem Mini-Wolleladen aufgetan habe.

Alte Holzknöpfe – angeblich aus den 1930er Jahren.

Meine Sockenwollreste sind nach einem Tuch, einem Pulli und dieser Strickjacke im Wesentlichen verbraucht. Es ist doch erstaunlich, was man aus den Resten noch alles bewerkstelligen kann.

Detail der Farben.

Die Jacke sitzt angenehm und ist schön warm. Damit bin ich für den kommenden Winter hoffentlich gut gerüstet.

Eine bequeme und schöne Strickjacke.

Details:

  • Wolle: Sockenwollreste
  • Material: 75 % Schurwolle, 25 % Polyamid (in der Regel).
  • Lauflänge: 420 m/100 g
  • Farben: lila, grau, braun, grün, gelb, schwarz, rosa
  • Nadeln: 4 mm und 4,5 mm
  • Muster: Garter Marler Cardigan von Stephen West
  • Wäsche: Wollwäsche, 30°C