Bunte Socken-Woll-Decke

Bei so vielen Socken bleibt immer etwas Sockenwolle übrig. Eine Weile habe ich die Reste an eine emsige Strickerin für einen guten Zweck gespendet. Aber Anfang 2020 dachte ich mir, dass aus den Resten doch auch eine schöne Decke werden könnte.

Vor dem Losstricken habe ich gar nicht so viel übers Muster nachgedacht. Am Anfang hatte ich nur die Idee, uni und bunte Streifen miteinander abzuwechseln. Schnell habe ich gemerkt, dass die Farben vor einem schwarzen Hintergrund besonders schön zum Strahlen kommen. Das ist nicht gerade eine neue Erkenntnis…

Dann merkte ich, dass die Reste oft noch gut für drei Streifen waren. Und dass es schön aussieht, warme und kalte Farben, wo das so einzuteilen war, abzuwechseln. Und so entstand nach und nach diese bunte Decke aus Sockenwollresten. Ein paar andere Reste und vergleichbarer Stärke haben sich ebenfalls dazwischen geschummelt.

Die Decke ist schön groß, dabei leicht, weil die Wolle relativ dünn ist. Sie wärmt schön. Und ganz nebenbei erinnert sie mich an unzählige gestrickte Socken.

Details:

  • Wolle: Ganz viele Sockenwollreste
  • Material: 75 % Schurwolle, 25 % Polyamid
  • Lauflänge: 420 m/100 g
  • Farbe: Bunt
  • Nadeln: 2,5 mm
  • Muster: Schwarze Reihen kraus rechts, der Rest wie es kam
  • Größe: groß
  • Wäsche: 40°C, kein Trockner

Ganz entspannt in den Frühling

Meine Freundin macht mindestens so gerne Yoga wie ich. Und da ihr Geburtstag anstand, habe ich mal wieder die Nähmaschine raus geholt.

Ich habe schon Anfang des Jahres diesen tollen Frosch-Stoff mitbestellt. Ich finde den einfach so niedlich und bekomme gleich gute Laune, wenn ich den sehe.

Ganz schnell entstanden so zwei Turnbeutel – einer für meine Freundin, einer für mich.

Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass wir bald wieder ins Yoga-Studio können und daher unsere Sachen im Turnbeutel mitnehmen können, statt alleine zu Hause zu üben.

Sockenkalender im April: Blau

Die Aprilsocken aus dem Sockenkalender tragen den Titel „Ährensache“. Ich habe ein schönes Blau aus der Sockenwollkiste geplant, und los ging’s.

Blaue Frühlingssocken.

Die Anleitungen des Sockenkalenders sind ja eher kryptisch. Das ist gar nicht weiter schlimm, denn sie richten sich an Menschen, die schon einige Erfahrung im Socken stricken haben. Manchmal gibt es dabei aber dann doch Überraschungen.

Das Ährenmuster.

Das Muster sah vor, ein Bündchen mit 64 Maschen zu stricken. Im Schaft wurde das Muster dann auf 18 Maschen je Nadel erweitert. ich wollte Socken in Größe 41 stricken und dachte mir, dass 18 Maschen ja viel zu viel sind. Also habe ich zwei Maschen weg gelassen, was sich anbot, da am Ende jeder Nadel drei linke Maschen folgten.

Was ich nicht bedacht habe, ist dass sich das Muster durch einen Zopf über insgesamt sechs Maschen sehr zusammenzieht. So ist am Ende eher Größe 38 heraus gekommen. Aber das ist überhaupt nicht schlimm, denn nun habe ich ein Paar Socken mehr und brauche sie nicht zu verschenken. In der Sockenschublade gibt es auch welche, die zu meinem Bedauern mal ersetzt werden müssten.

Irritiert hat mich bis zum Schluss, dass das Muster über 13 Reihen ging. Eigentlich wurde jede gerade Reihe rechts gestrickt und dadurch kam etwas Ruhe und Elastizität hinein. Vielleicht probiere ich mal aus, was passiert, wenn man eine Reihe 14 in glatt rechts einfügt.

Spitze im Maschenstich.

Jedenfalls sind sie sehr schön geworden. Das Muster hat sich schnell und flüssig gestrickt, und macht durchaus etwas her.

Das fertige Werk.

Details:

  • Wolle: Pegasus vom Mondschaf
  • Material: 75 % Schurwolle, 25 % Polyamid
  • Lauflänge: 420 m/100 g
  • Farbe: Totoro
  • Nadeln: 2,5 mm
  • Muster: Ährensache aus dem Sockenstrickkalender von Der Kleinen Wollfabrik
  • Größe: 38
  • Wäsche: 40°C, kein Trockner

Strickkurse bei Gayle Roehm im März 2021

Aufgrund der Pandemie sind einige Veranstaltungen, die üblicherweise vor Ort statt fanden, in ein Online-Format überführt worden. Das ist in mancher Hinsicht schade, bietet aber die Möglichkeit, ganz ohne Reise daran teilzunehmen.

Auf diese Weise konnte ich im März 2021 an zwei Strickkursen von Gayle Roehm im Rahmen von Vogue Knitting teilnehmen. Bei beiden Veranstaltungen ging es ums japanische Stricken: „Lace Stiches from Japan“ und „A Sampler of Japanese Techniques and Tips“.

Gayle Roehm hat selbst einige Zeit in Japan gelebt und dort natürlich auch gestrickt. Am bekanntesten ist sie wohl durch die englische Übersetzung des Buches „250 Japanese Knitting Stiches“ geworden. Dieses Buch habe ich mir gleich nach meiner Japanreise im Sabbatical 2019 zugelegt.

Im ersten Kurs, „Lace Stiches from Japan“ ging es erstmal darum, wie japanische Strickmuster überhaupt aufgebaut sind. Praktischerweise gibt es eine Festlegung der Symbole für die einzelnen Stiche, an die sich alle halten. Das ist schon mal positiv, wenn man die Sprache ansonsten nicht kann. Üblicherweise wird auch die Lesrichtung für die Darstellung an den ersten Reihen des Musters angegeben. Und mit ein paar zusätzlichen Vokabeln kommt man eigentlich ganz gut klar.

Als erstes haben wir ein Lochmuster mit gedrehten Stichen und Wickelstichen gestrickt, das aus der Anleitung für einen wunderschönen Pullover stammt. Der hat mir sehr gut gefallen. Wenn nur die Noch-Zu-Stricken-Liste nicht soooo lang wäre…

Das Muster haben wir im Kurs nicht fertig stellen können. Ich habe hinterher den Musterrapport noch vollendet, weil er mir so gut gefiel. Man kann zwar mit dem Ergebnis nichts anfangen, aber manchmal muss man halt mal was ausprobieren und üben.

Sampler nach dem Kurs.
Und fertiger Sampler.

Das zweite Muster war ein kleines Spitzendeckchen, das in der Mitte begonnen und rund nach außen gestrickt wurde. Bei dieser Anleitung war die Besonderheit, dass Reihen, in denen nur glatt rechts gestrickt wurde, im Muster gar nicht abgedruckt waren. Fürs Musterlesen super praktisch und übersichtlich, aber man muss das natürlich wissen, sonst wundert man sich sehr. Auch hier haben wir nur den Anfang geschafft. Ich habe es dann dabei belassen, weil ich nicht so der Typ für Spitzendeckchen bin… Viel zu schnell war der Kurs vorbei.

Von innen nach außen.

Am nächsten Tag ging es um japanische Techniken und Tipps. Hierfür hatten wir eine Hausaufgabe zu stricken.

Zunächst einmal haben wir einen sehr sauberen gehäkelten Maschenanschlag mit waste yarn gelernt. Das war sehr spannend und praktisch. Dann ging es um ein besonderes Knopfloch über mehrere Reihen, welches sich sehr gut in einem Rippenmuster versteckt und nicht so auffällig ist.

Das werde ich sicherlich mal bei einer Strickjacke einsetzen.

Als nächstes kamen gestrickte Bobbles dran, also verschieden große Knubbel. Das war nicht so mein Fall, aber wenn es das Muster verlangt, warum nicht.

Und zum Abschluss gab es verschiedene Methoden des Abkettens, bei dem gleichzeitig zwei Teile miteinander verbunden werden.

Beide Kurse haben unheimlich viel Spaß gemacht und waren eine gute Abwechslung. Aufgrund der Zeitverschiebung fanden sie für mich abends nach der Arbeit statt, was dann doch eine Herausforderung an die Konzentrationsfähigkeit war. Aber das war der Einblick auf alle Fälle wert.

Sockenkalender März: Frühlingsgrüne Socken

Der Sockenkalender ist ein steter Quell der Freude. Weil ich mit den Januar-Socken so trödelig war, habe ich den Februar erstmal ausgelassen. Ich bin gleich zum März geschritten, dessen Anleitung mit „Fallen Flower“ betitelt war.

Die Anleitung ist wunderbar. Das Lochmuster zieht sich über 30 Reihen, aber (fast) jede zweite Reihe ist glatt rechts, so dass ich gut voran gekommen bin. Das Muster war auch einigermaßen nachvollziehbar, so dass ich nicht die ganze Zeit an der Anleitung kleben musste.

So haben die Socken sehr viel Spaß gemacht und können sich sehen lassen.

Grün, grün, grün sind alle meine Kleider.

Ich habe den Rapport am Bein und am Fuß jeweils zwei Mal wiederholt. Vor Beginn der Spitze habe ich sechs Reihen glatt rechts gestrickt, um auf die richtige Länge für Größe 40/41 zu kommen. Die Spitze habe ich im Maschenstich geschlossen.

Fußteil.
Schaft.

Die Wolle ist eine Sonder-Monatsfärbung vom Wollschaf für Januar 2021. Ich stricke sehr selten mit grün, aber diese Farbzusammenstellung fand ich sehr angenehm und jahreszeitlich passend. Derzeit kann man den Knospen wirklich zuschauen, wie sie sich jeden Tag verändern. Die Wolle ist schön weich und angenehm auf der Haut, was bei Sockenwolle besonders wichtig ist.

Grüne Frühlingssocken.

Details:

  • Wolle: Pegasus vom Mondschaf
  • Material: 75 % Schurwolle, 25 % Polyamid
  • Lauflänge: 420 m/100 g
  • Farbe: Hobbiton
  • Nadeln: 2,5 mm
  • Muster: Fallen Flower aus dem Sockenstrickkalender von Der Kleinen Wollfabrik
  • Größe: 40/41
  • Wäsche: 40°C